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Beats-Mitgründer erklärt: Darum hat Spotify ein Problem

Michael Keller
Spotify kann seinen Service nur schwer in bare Münze umwandeln

Es ist nicht leicht, mit einem Streaming-Dienst wie Spotify Geld zu verdienen: Beats-Mitgründer und Mitarbeiter von Apple Music Jonny Iovine hat sich in einem Interview zu den Problemen im Musikgeschäft geäußert. Die verschiedenen Dienste seien unterschiedlich gut aufgestellt.

"Die Streaming-Dienste befinden sich in einer schlechten Situation, es gibt keine Margen, sie verdienen kein Geld", verkündete Iovine im Interview mit Billboard. Trotzdem gebe es deutliche Unterschiede: "Amazon verkauft Prime; Apple verkauft Telefone und iPads."  Spotify hingegen müsse noch einen Weg finden, damit die Nutzer noch etwas kauften – denn durch kostenpflichtige Abonnements alleine könne sich ein Musik-Streaming-Service nicht finanzieren.

Gefahr des Dumpings

Die größte Gefahr für Spotify bestehe folglich darin, dass einer der "Major Player" im Streaming-Geschäft beschließt, Dumping-Preise anzubieten. Sollte zum Beispiel Amazon-Chef Jeff Bezos von einem Tag auf den anderen den Preis für Musik-Streaming von 10 Dollar auf 8 Dollar reduzieren, hätte die Konkurrenz ein Problem. Apple, Google und Co. könnten vielleicht noch mitziehen, da es sich nur um einen kleinen Teil ihres Geschäftes handelt.

Tatsächlich sucht Spotify seit geraumer Zeit nach Möglichkeiten, um seine Dienste zu monetarisieren. Zwar kann das Unternehmen auf eine breite Nutzerbasis verweisen – durch Werbung alleine ist die Finanzierung allerdings offenbar nicht gesichert. Zuletzt wurde bekannt, dass Nutzer nun über die Künstlerseite einer Musikerin bei dem Streaming-Dienst Kosmetikartikel kaufen können. Was die Musikdienste wie Deezer, Apple Music und Spotify voneinander unterscheidet, hat Jan für euch in einem umfangreichen Artikel zusammengefasst.

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