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PlayStation VR lebt: Diese Games lassen euch die Realität vergessen

Alexander Kraft
Sony PlayStation VR

VR ist tot? Mitnichten. Auch wenn der ganz große Durchbruch der Technologie weiterhin auf sich warten lässt, gibt es schon jede Menge gute Gründe, der VR-Brille von Sony für die PlayStation 4 eine Chance zu geben. Welche das sind, lest ihr hier.

Natürlich kann man die PlayStation VR als überteuertes Gimmick abtun. Mit einem Preis von über 300 Euro zählt die VR-Brille sicherlich nicht zum günstigsten Zubehör. Vor allem jenen Spielern, die mit dem Begriff der virtuellen Realität nichts anfangen können, ist der spielerische Mehrwert nur schwer zu vermitteln. Um zu verstehen, was die PSVR so besonders macht, muss man sie selbst aufgesetzt haben. Hier findet ihr sieben gute Gründe, warum es sich lohnt, einen Ausflug in die virtuelle Realität zu wagen.

Die VR-Games im Überblick

"Resident Evil 7"

Mit dem siebten Teil des Survival-Horror-Klassikers hat Capcom die Reihe wiederbelebt und einen beeindruckenden Erfolg erzielt. Statt aus dem Über-die-Schulter-Blick erlebt man den Horror in "RE7" direkt durch die Augen des Protagonisten. Die beklemmend dichte Atmosphäre im Haus der Familie Baker tut ihr Übriges. Das besonders Perfide: Die VR-Brille versetzt euch wortwörtlich ins Geschehen, so könnt ihr dem Grusel kaum ausweichen. In schrecklichen Situationen kurz die Augen abzuwenden, das funktioniert hier leider nicht mehr – denn im schlimmsten Fall blickt ihr dann direkt in die nächste Horrorfratze. "Resident Evil 7" führt eindrücklich vor Augen, wie intensiv das VR-Gefühl sein kann und wie viel stärker man sich als Spieler in die Spielwelt hineingezogen fühlt. Aber Obacht: "RE 7" ist nichts für schwache Nerven – und erst recht nicht in VR!

"Skyrim VR"

Tja, wer hätte gedacht, dass Bethesda mit Skyrim sechs Jahre nach dessen Erstveröffentlichung ein weiteres Mal beeindrucken kann. Aber dank der neuen VR-Erfahrung spielt sich "Skyrim VR" wie ein völlig neues Spiel. Die immersive Mittendrin-Perspektive lässt die Drachen gleich viel bedrohlicher wirken, wenn sie knapp über eure Köpfe hinweg fliegen und ihr reflexartig in die Hocke geht. Noch aufregender werden die Kämpfe, wenn ihr neben der VR-Brille die Move-Controller für die PlayStation 4 besitzt. Denn diese erlauben euch, Schwert und Schild wie echte Waffen zu führen. Jeder Hieb und Schwung, den ihr in der Realität ausführt, wird somit eins zu eins ins Spiel übertragen. So macht der Kampf gegen die geflügelten Riesenechsen gleich mehr Spaß.

"Doom VFR"

Nein, kein Tippfehler: Das F" gehört bei der VR-Variante von "Doom" tatsächlich an diese Stelle. Kenner der Reihe ahnen, was es bedeutet. Aber keine Sorge, auch ohne das Wissen um den zusätzlichen Buchstaben ist "Doom VFR" ein Fest für VR-Fans. Die rasante Action und das schnelle Gameplay hat Bethesda erstaunlich gut in die virtuelle Realität übertragen. Um bei dem hohen Spieltempo die Gefahr der sogenannten Motion Sickness zu verringern, bewegt ihr euch allerdings nicht ganz frei wie in der Vorlage. Stattdessen teleportiert ihr euch in Windeseile durch die Level und zwischen den Monstern hin und her. Was im ersten Moment befremdlich klingt, geht in kürzester Zeit wie von selbst und passt erstaunlich gut zu der ohnehin schnellen Spielgeschwindigkeit. Mit " Doom VFR" erlebt ihr den blutigen Kampf gegen die Alienbrut aus einer völlig neuen Perspektive.

"Keep talking and nobody explodes"

Kennt ihr die Szene aus "Die nackte Kanone 2 1/2", wo Frank Debrin versucht, eine Bombe zu entschärfen? Ungefähr so müsst ihr euch das grandios unterhaltsame "Keep talking and nobody explodes" vorstellen. Ziel des Spiels ist es, zu zweit zu verhindern, dass eine Bombe explodiert. Der Witz dabei: Der Spieler, der die VR-Brille trägt, sieht eine Bombe vor sich, die mit lauter bunten Drähten, rätselhaften Schaltflächen, und kryptischen Symbolen versehen ist – und einem gnadenlosen Timer natürlich. Euer Partner hingegen kann die Bombe nicht sehen. Dafür hat er eine mehrseitige Anleitung vor sich liegen, die beschreibt, welche Drähte die richtigen sind und in welcher Reihenfolge zum Beispiel die Schaltflächen gedrückt werden müssen. "Keep talking and nobody explodes" funktioniert also nur, wenn ihr ständig miteinander redet: Die Kommunikation ist zentrales Element, um die Rätsel zu lösen und eine Explosion zu verhindern. Den chaotische Charme bezieht das Spiel vor allem aus brenzligen Situationen, wenn es euch gelingt, wie im Film die Bombe wenige Sekunden vor der Detonation zu knacken. Großartig.

"Ace Combat 7"

"Ace Combat 7" versetzt euch erneut in die Rolle eines Kampfjetpiloten. So weit, so serientypisch. Den zusätzlichen Adrenalinschub verpasst euch das Spiel durch die Möglichkeit, es in der VR zu erleben. Die intensiven Dogfights, die ihr euch hoch in der Luft oder knapp über Baumwipfel hinweg mit anderen Kampfpiloten leistet, machen so viel mehr Spaß. Dank der PSVR könnt ihr euch in eurem Cockpit in alle Richtung umschauen. Dadurch gewinnt ihr einen spielerischen Vorteil, weil ihr viel schneller seht, wo sich die Feinde befinden. Ein Blick über die Schulter verrät euch zum Beispiel vielleicht, dass der Feind hinter euch es auf euch abgesehen hat. Kurzerhand setzt ihr zum Looping als Ausweichmanöver an, der sowohl den Gleichgewichtssinn als auch den Magen auf eine harte Probe stellt (am besten ihr spielt AC7 im Sitzen). Dank der PSVR habt ihr den Feind dabei stets im Blick und könnt unmittelbar das Feuer eröffnen, sobald ihr euch hinter ihn gesetzt habt. Achtung: Abstürze sind in dem Aracde-Shooter ohnehin keine gute Idee. Sollte euch das Ganze allerdings mit der PSVR passieren, versteht ihr, wie sich Stefan Raab damals bei "Raab im Gefahr" gefühlt hat.

"Star Trek Bridge Crew"

Einmal fühlen wie Captain Kirk auf der Brücke der Enterprise. Ubisoft lässt den Wunsch vieler Trekkies in Erfüllung gehen. Gemeinsam mit eurer Crew, bestehend aus drei weiteren Mitspielern, müsst ihr euer Raumschiff sicher durchs Weltall leiten. Ähnlich dem Mobile-Klassiker "Space Team" oder eben auch "Keep talking and nobody explodes" geht es auch in Bridge Crew um die Kommunikation mit den Mitspielern. Jeder hat ein anderes Schaltpult vor sich, das es auf Zuruf zu bedienen gilt. Nur der Captain selbst kennt die Mission und gibt die Befehle entsprechend weiter. Durch die VR-Brille erfasst ihr die vielen Knöpfe vor euch in Windeseile, um sie intuitiv zu bedienen. Grandios, wenn es euch gemeinschaftlich gelingt, die Klingonen in die Flucht zu schlagen.

"Gran Turismo Sport"

Wie fotorealistisch die Sport-Simulation aussieht, haben wir bereits im Zusammenspiel mit der PS4 Pro gewürdigt. Dass das Renngeschehen ungleich authentischer wirkt, wenn ihr die tolle Grafik direkt durch den Fahrerhelm genießt, liegt auf der Hand. Die PSVR verfrachtet euch direkt auf den Fahrersitz. Details und Cockpit wirken so noch plastischer. In der VR-Variante bekommt ihr ein besseres Gefühl dafür, Größen und Distanzen besser einzuschätzen. So lässt sich leichter abwägen, ob ihr das Überholmanöver so kurz vor der Kurve noch einleitet oder noch wartet, weil euch ein schneller Blick durchs Seitenfenster verrät, dass gerade ein Kontrahent an euch vorbeizieht. Wie bei "Ace Combat 7" empfiehlt es sich auch bei "GTS", das Spiel im Sitzen zu genießen. Zum einen passt es besser zum Spielgeschehen, zum anderen kann es euch sonst passieren, dass euch von den Füßen holt, wenn ihr im Spiel die Kontrolle über euer Fahrzeug verliert und es euch aus der Kurve wirft. Das ist dann zwar amüsant, allerdings nur für die umstehenden Zuschauer.

Noch mehr Games

VR ist nicht so euer Ding? Dann schaut ihr euch vielleicht stattdessen an, welche Spiele besonders von der Leistung der PS4 Pro profitieren – einige davon übrigens auch in VR. Oder aber ihr nutzt die Rabattaktion im PSN-Store, die Sony momentan anbietet, um ein paar gute Spiele zu günstigen Preisen zu ergattern.

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