13 Fakten über euren besten Freund: Netflix

Die Netflix-Zentrale im kalifornischen Los Gatos
Die Netflix-Zentrale im kalifornischen Los Gatos(© 2017 Netflix)

Was wissen wir eigentlich über die, mit denen wir so viel Zeit verbringen? Netflix zum Beispiel: Der Streaming-Dienst steht 24/7 treu an eurer Seite, und dennoch habt ihr euch nie die Mühe gemacht, ihn besser kennen zu lernen. Hier ist eure Chance.

Spätestens bei Dauerregen oder Liebeskummer kommt ihr bei Netflix angekrochen – und bingewatcht hart, härter, am härtesten. Aber was wisst ihr eigentlich über diesen Dienst, der euch durch trübe Sonntage und ganze Lebensphasen gebracht hat? Hier kommen Fakten zu dem Unternehmen, das euch an eure Couch bindet wie kein anderes.

1. Netflix ist älter als Google

Das haben selbst wir nicht kommen sehen: Netflix war schon 1997 als Abo-Service am Start. Google folgte erst ein Jahr darauf.

2. Die Idee zu Netflix basiert auf einem Ärgernis, das viele von uns noch kennen

1997 musste der spätere CEO von Netflix 40 US-Dollar Strafe zahlen, weil er eine VHS-Kassette zu spät zurückgegeben hat. Falls ihr es euch auch direkt fragt, welcher Film es war: Es handelte sich um "Apollo 13".

3. Länder, von denen ihr noch nie im Leben gehört habt, haben Netflix

Wie viele Länder könntet ihr spontan aufzählen, wenn euer Erdkundelehrer jetzt mit dem Finger auf euch zeigt? Bestimmt nicht ansatzweise 190 – die Anzahl aller Länder, in denen man Netflix schauen kann. Und bevor ihr googelt, wie viele Länder es überhaupt auf der Welt gibt: Es sind 194. Damit bleiben also vier Länder, bei denen Netflix (noch?) nicht verfügbar ist: China, Nord Korea, Syrien und die Krim.

4. Netflix-Mitarbeiter leben unser aller Traum

Netflix-Mitarbeiter bekommen so viel Urlaub, wie sie möchten. Ja, ihr habt richtig gelesen: Wer bei Netflix arbeitet ist angehalten, sich so viel Urlaub zu nehmen, wie es mit der Arbeit und dem eigenen Gewissen vereinbar ist. Eine vertragliche Regelung wie viel das genau ist, gibt es nicht. Klingt fair, denn Netflix-Mitarbeiter arbeiten hart, damit wir noch härter streamen können – dafür gebührt ihnen Urlaub und unser Respekt.

Netflix-Mitarbeiter arbeiten hart, damit wir noch härter streamen können. Dafür gebührt ihnen so viel Urlaub, wie sie möchten.(© 2017 CC: Unsplash/Anna Demianenko)

5. Netflix hat einige Fehlentscheidungen getroffen

Auch der Streaming-Riese hat Fehler gemacht und ein paar ziemlich großartige Serien abgelehnt, darunter Amazons Erfolgsserie "Transparent", welche mit Emmys nur so überhäuft wurde. Aber auch "A Handmaid's Tale" und "Mr. Robot" bekamen von Netflix ein "Nein, danke."

6. Die am meisten gebingewatchte Serie ist ziemlich mies

Netflix hat ein Ranking herausgegeben über die Serien, deren Staffeln am häufigsten innerhalb von 24 Stunden durchgeschaut werden. Auf Platz 1 ist derweil das Revival der "Gilmore Girls". An sich eine grandiose Serie mit einem grottenschlechten Revival, das allerdings nur aus vier Folgen in Spielfilmlänge besteht. Klar, dass man so eine Staffel schneller "bingen" kann als "House of Cards" und Co.

Gilmore Girls: A Year in the Life ist die Serie, die am häufigsten binnen 24 Stunden gestreamt wurde.(© 2017 Saeed Adyani/Netflix)

7. Der teuerste Film, den Netflix jemals produziert hat, kostete 125 Millionen US-Dollar

In "The Irishman" treten Mafiosi-Legenden wie Al Pacino, Robert De Niro und Joe Pesci gemeinsam auf, um die Geschichte über den sagenumwobenen Mafiakiller von New York zu erzählen. Produziert wird der Film von niemand Geringerem als Martin Scorcese. Auf Netflix wird der Film allerdings frühestens Ende 2018 zu sehen sein – denn vorher wird der Streamingdienst ihn als Oscar-Anwärter in ausgewählten Kinos zeigen.

8. Die teuerste Serie, die Netflix jemals produziert hat, ist passé

Für die Netflix-Eigenproduktion "The Get Down" griff Netflix besonders tief in die Tasche und zückte 190 Millionen Dollar. Die aufwendig inszenierte Musik-Show wurde bereits nach der ersten Staffel eingestellt, vermutlich weil die Zuschauerzahlen das hohe Budget nicht rechtfertigen konnten.

The Get Down: Es gab nur eine einzige Staffel der teuersten Netflix-Serie.(© 2017 Netflix)

9. Netflix hieß nicht immer Netflix

Lange überlegten die Macher hin und her. Sollte das Portal Replay.com heißen? Oder doch lieber Directpix oder auch Luna? Am Ende war man sich aber doch einig: Kibble.com. "Kibble" (zu Deutsch Tonne oder Kübel) war der Name des Hundes von Mitbegründers Marc Randolph und sollte an eine alte Werbemaxime erinnern: "Egal wie gut die Werbung, es ist kein Erfolg, wenn der Hund das Hundefutter nicht frisst."

10. Den Einsteiger-Job bei Netflix würden wir gratis machen

Sogenannte "Tagger" werden mehr oder weniger für das Bingewatchen bezahlt. 18 US-Dollar pro Stunde gibt es für das hochprofessionelle Dauer-Streamen – dazu gibt es natürlich ein kostenloses Netflix-Konto. Der Job ist aber nicht nur rosig: Die "Tagger" müssen für jede Serie und jeden Film unfassbar viele Schlagwörter heraussuchen, nach denen irgendjemand suchen könnte – nur so können wir Nutzer die Kategorien durchleuchten. Und jetzt kommt's:

11. Es gibt über 76.000 Kategorien an Filmen, Serien, Dokus & Co.

Die Tagger haben in ihrem unermüdlichen Bingen ganze Arbeit geleistet und Filme und Serien in sage und schreibe 76.000 Unterkategorien aufgedröselt. Darunter fallen auch so sinnige Kategorien wie "coole Schnauzbärte", "Filme über Zeitreisen von 1980" oder auch "Aprilscherze" und "Filme, die auf Englisch sind, wo man aber trotzdem Untertitel braucht".

12. Der erste eigene Film von Netflix ist 11 Minuten lang und sehr dubios

Was ist das Erste, das die Netflix-Pioniere auf der Seite hatten? Ein extrem ominöses Video: eine Hand, die durch fließendes Wasser streicht, ein Kerl, der jongliert, einer der rennt und einer der mit einem Notebook in der Hand von dannen "moonwalked". Netflix' erster eigener Film erinnert entfernt an französische Kunstfilme, über deren Sinnhaftigkeit man sich den Kopf zerbrechen kann. Doch "Example Show" war auch nie als ernst gemeinter Film angedacht, sondern diente in erster Linie einem Test. Ihn anschauen und grübeln, was da los ist, kann man aber dennoch:

13. Netflix wurde 2014 für einen Oscar nominiert

"The Square" ist eine Netflix eigene Dokumentation über den Arabischen Frühling 2011 und wurde für einen Oscar nominiert. Mit "The Irish Man" folgt eine weitere Nominierung für den Streaming-Giganten.