2015: Das Jahr, in dem die Smartwatch erwachsen wurde

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Die besten Smartwatches 2015
Die besten Smartwatches 2015(© 2015 CURVED)

Das wurde aber auch "Zeit": 2014 meist noch unterm Radar geflogen, erlebten die Smartwatches 2015 endlich den Durchbruch. Wohl auch dank der Apple Watch, die den Wearables enorme Aufmerksamkeit zukommen ließ. Unser Rückblick.

Apple Watch: von Null auf Platzhirsch

Apple war mit seiner ersten Smartwatch der Nachzügler. Doch in Sachen Aufmerksamkeit und auch bei den Verkaufszahlen hat die Apple Watch die Konkurrenz schnell überflügelt. Dabei ist sie mit einem Preis von mindestens 399 Euro vergleichsweise nicht gerade günstig - und funktioniert nur mit dem iPhone. Doch Apple hat sein Smartphone und seine Smartwatch perfekt aufeinander abgestimmt und die Apple Watch mit dem Update auf watchOS 2 eigenständiger gemacht.

Die Apple Watch(© 2015 CURVED)

Für iPhone-Besitzer ist die Apple Watch aufgrund der optimalen Einbindung von iOS und watchOS die beste Smartwatch. Andere Uhren mögen schöner oder komfortabler zu tragen sein, bleiben aber trotz iOS-Unterstützung funktional im Zusammenspiel mit dem iPhone hinter der Apple Watch zurück.

Android Wear: Asus, Huawei, LG und Motorola vertrauen Google

Während die Huawei Watch die erste Smartwatch des chinesischen Herstellers war, brachten Asus mit der Zenwatch 2, Motorola mit der Moto 360 (2015) und LG mit der Watch Urbane mindestens ihre zweite Smartwatch-Generation auf den Markt. Die Huawei Watch besticht durch ein rundes Display und ein elegantes Erscheinungsbild. Von den Funktionen her gibt es keinen wesentlichen Unterschied zur ebenfalls runden und in zwei Größen erhältlichen Moto 360 sowie der eckigen Zenwatch. Auf allen drei Smartwatches läuft Android Wear von Google.

Bei Motorola stehen zwei Displaygrößen zur Auswahl, auf der Rückseite der Moto 360 (2015) befindet sich jeweils ein Pulsmessgerät. Dieses fehlt bei der eckigen Zenwatch 2, die dafür aber mit einem Preis von 169 Euro momentan der günstigste Einstieg in die Smartwatch-Welt ist. Die LG Watch Urbane hat bereits beim MWC im Februar die Richtung vorgegeben. Alle Hersteller setzen inzwischen auf das Erscheinungsbild von klassischen, eleganten Uhren und verwenden Metallgehäuse und Lederarmbänder. Wie hochtechnische Wearables sollen die Smartwatches nicht mehr aussehen.

Pebble und Samsung setzen auf eigene Software

Pebble hat mit seiner ersten Smartwatch einen Kickstarter-Rekord aufgestellt und auch in diesem Jahr für die Pebble Time und die Edelstahl-Variante Pebble Time Steel die Crowdfunding-Plattform genutzt. Die Uhr verfügt über ein E-Ink-Display mit 64 Farben, was im Vergleich zu den anderen Smartwatches antiquiert wirkt, garantiert jedoch eine Akkulaufzeit von einer Woche. Die Pebble funktioniert sowohl mit iOS und mit Android, zeigt mit seiner Software Daten vom Smartphone an und verfügt über einen eigenen Appstore für Anwendungen und Watchfaces.

Samsung hingegen bei der Gear S2 auf seine eigene Tizen-Software anstelle von Android Wear. Die 2015er-Version mit einem runden Display ist deutlich kompakter und eleganter als die erste Gear S geworden, die dafür noch über eine SIM-Karte verfügte. Die hauseigene Software erleichtert es Samsung die Lünette - das ist der Rahmen des Displays, der sich bei der Gear S2 drehen lässt - in die Bedienung der Smartwatch zu integrieren. Dafür ist das Zusammenspiel mit iOS- und Android-Apps auf dem verbundenen Smartphone noch ausbaufähig.

Die Zeit dieser Uhren kommt noch

Ende 2015 stiegen zwei traditionelle Uhrenhersteller in den Smartwatch ein: Sowohl die Tag Heuer Carrera Connected als auch die Fossil Q Founder laufen mit Android Wear. Preislich könnten sie aber mit 1500 und 279 Euro kaum unterschiedlicher sein. Ebenfalls zum Jahresausklang kündigte der gleichnamige Hersteller mit der Pebble Time Round seine erste Smartwatch für 2016 an. Ebenfalls noch etwas Zeit braucht das Kickstarter-Projekt Blocks. Bei der modularen Smartwatch rüstet Ihr durch Armband-Glieder verschiedenen Funktionen ganz nach Euren Bedürfnissen nach.


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