3D ohne Brille – Toshiba als Vorreiter

Die Internationale Funkausstellung (IFA) findet zwar erst in zwei Monaten statt, wirft aber heute schon ihre Schatten voraus und lockt mit interessanten Neuheiten. Ganz vorne mit dabei ist der japanische Elektronik-Konzern Toshiba.

Das große Trendthema auf der IFA – so zeichnet es sich derzeit ab – ist 3D. Während die Hersteller ganz begeistert davon scheinen, ist die Dreidimensionalität noch nicht bei den Konsumenten angekommen. Grund dafür ist wohl neben den hohen Kosten die lästige 3D-Brille, die man für die meisten 3D-fähigen Geräte noch braucht.

Nintendo hat es vorgemacht, einige Smartphone Hersteller wie LG und HTC ziehen nach. Und für Toshiba scheint 3D das große Thema momentan zu sein. Denn die Japaner wollen auf der IFA gleich zwei Geräte vorstellen, bei denen 3D-Genuss ohne Brille möglich ist.

Zum einen ein Notebook, das Qosimio F750, bei dem man zwischen 2D- und 3D-Ansicht umschalten kann. Die für 3D benötigte Rechenleistung bringt ein Intel Quadcore i7-Prozessor, der auf Sandy Bridge basiert. Unterstützt wird er von 8GB DDR3-RAM und der NVIDIA GeForce GT 540 mit 2048 MB Videospeicher. Bereits im Sommer 2011 soll das Toshiba Qosimio F750 Notebook zum stolzen Preis von €1649,- auf den Markt kommen.

Auch ein TV-Gerät, mit dem 3D ohne Brille möglich ist, will Toshiba auf der IFA offiziell vorstellen. Das Problem, das 3D-Fernseher, die ohne Brille auskommen wollen, momentan noch haben ist, dass die Rechenleistung bislang einfach nicht ausreicht. Die Bildqualität ist dann einfach nicht ansprechend. Der 3D-Fernseher von Toshiba soll mit einer erweiterten Multi-Prozessor-Plattform ausgestattet sein und den dreidimensionalen Filmgenuss nicht nur für die Person ermöglichen, die frontal vor dem Fernseher sitzt. Allerdings hat diese Technik auch ihren Preis. Denn nach Angaben von Toshiba wird der 3D-Fernseher, der 2012 auf den Markt kommen soll, deutlich teurer sein als bisherige Fernsehgeräte. Dabei ist fraglich, ob sie tatsächlich eine Alternative sind und wie sie bei den Kunden ankommen werden.