5G-Revolution in Deutschland: Kann das Netz halten, was es verspricht?

Was kann 5G eigentlich?
Was kann 5G eigentlich?(© 2019 Stocksy)

Vergangene Woche machte die Ankündigung, dass es mit dem Ausbau des 5G Netzes in Deutschland nun endlich losgeht, große Schlagzeilen – gefolgt von dem tragischen Dämpfer darüber, dass 3G abgeschaltet wird und Millionen Nutzer von billigen Verträgen dann plötzlich leer dastehen könnten. Mobilfunkunternehmen setzen voll auf 5G und den Ausbau des neuen Netzes – schließlich soll es eine richtige Handy-Revolution mit sich bringen. Aber was kann der neue Netzstandard wirklich?

Hierzulande ist 5G aktuell wenn dann nur teilweise nutzbar. In spätestens anderthalb Jahren sollen alle Menschen in den 20 größten Städten Deutschlands die Möglichkeit haben, das neue Netz zu nutzen – der Rest des Landes soll dann Schritt für Schritt folgen. In anderen Nationen sieht das ganz anders aus – in Südkorea zum Beispiel. Dort, genauer gesagt in Seoul, haben sich die Kollegen von Computer Bild mal ein Samsung Galaxy S10 5G geschnappt und 5G auf den Zahn gefühlt – mit einem eindeutigen Ergebnis.

5G erfüllt beim Tempo die Erwartungen

Der direkte Vergleich zwischen 5G und LTE machte den Unterschied überdeutlich: Die Topwerte lagen bei bis zu 1 Gigabit pro Sekunde, ansonsten hätten die Werte zwischen 250 und 850 Megabit pro Sekunde rangiert. Bei 4G – also LTE – lägen die Werte dagegen meist unter 100 Megabit pro Sekunde.

Wie Computerbild berichtet, sei 5G wesentlich abhängiger vom Standort und der Zahl der Nutzer als das Vorgängernetz – und die Tempo-Schwankungen dadurch höher. Außerdem fielen nicht so gut angebundene Internetseiten und Server besonders auf, da diese wesentlich langsamer reagierten. Aus Südkorea deutsche Seiten aufzurufen, sei dem Bericht zufolge vergleichsweise mühsam gewesen.

In Gebäuden ist 5G kaum zu empfangen

Das Netz in Südkorea habe besonders in Gebäuden deutliche Schwächen gezeigt. Das läge allerdings an der Tatsache, dass weniger reichweitenstarke Frequenzen als bei LTE genutzt werden. In Deutschland werden aber die Mobilfunkanbieter zunächst auf kleine und besonders reichweitenstarke Frequenzen setzen, wodurch hierzulande der Empfang in Gebäuden besser sein soll.

Top-Geschwindigkeiten lassen sich jedoch tatsächlich erst bei enorm hohen Frequenzen erreichen, die dann allerdings den Nachteil haben, dass sie nicht gut durch Wände dringen. Wenn der Ausbau von 5G schnell und effizient vorangeht, wie es letzte Woche bereits angekündigt wurde, steht dem vollen Potenzial des neuen Netzes auch bei uns in Deutschland nichts mehr im Weg.


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