6 Tablets fürs mobile Gaming: Spielspaß kompakt

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Sechs mal Mobile Gaming
Sechs mal Mobile Gaming(© 2015 CURVED Montage)

Auch wenn die E3 2015 in Los Angeles nicht die ganz große Masse an tollen neuen Mobile Games gebracht hat – ein paarinteressante Ankündigungengab's aber schon –, so sind jüngst und werden in den nächsten Monaten jede Menge spielenswerte Titel für iOS und Android erscheinen. Und besser als auf dem kleinen Smartphone-Display genießt Ihr die natürlich auf einem kompakten Tablet – welche Modelle sich dafür besonders eignen, haben wir für Euch zusammengestellt.

Es gibt Tablets, die sind günstig und eignen sich zum Checken von E-Mails und Surfen. Es gibt welche, auf denen kann man trefflich Videos schauen. Und dann gibt es ein paar, die eignen sich zum Spielen – von solchen Modellen erwarten wir vor allem ein gutes Display, einen leistungsfähigen Prozessor und einen ausdauernden Akku; aber auch zusätzliche Features und Funktionen, die das Gaming lebendiger und angenehmer machen, sind willkommen. Wenn das dann alles zu einem vernünftigen Preis angeboten wird, haben Spielernaturen ihr perfektes Tablet gefunden.

Leider sind die genannten Aspekte in ihrer Summe nicht in vielen Geräten da draußen gebündelt – weswegen wir Euch sechs Exemplare herausgesucht haben, die sich nominell zum Spielen zuhause und unterwegs eignen. Welches der Tablets für Eure Anforderungen und Euren Geldbeutel das Stimmigste ist, erfahrt Ihr im Folgenden:

Dell Venue 8 7840

Im Inneren des Venue 8 7840 mit seinem schicken, unfassbaren 6,1 Millimeter dünnen Alu-Gehäuse werkelt "nur" ein Intel Atom Z3580, von dem wir im Zusammenspiel mit der PowerVR G6430-GPU im Vorfeld gar nicht so viel erwartet haben – zumal im Falle des 8,4 Zollers gewaltige 1.600 mal 2.560 Bildpunkte bewegt werden müssen. Wir wurden aber eines besseren belehrt: Mit 46.200 Punkten im AnTuTu-Benchmark sowie 32 Fps im T-Rex Offscreen-Durchlauf des GFX 3.1-Benchmarks muss sich das Dell-Tablet in dieser Disziplin nicht vor der Konkurrenz verstecken. Und tatsächlich lassen sich auch grafisch anspruchsvolle Titel wie Real Racing 3 oder Hearthstone flüssig und ruckelfrei auf dem Venue 8 zocken.

Hearthstone Heroes of Warcraft auf dem Dell Venue 8 7840(© 2015 Blizzard Entertainment, CURVED Montage)

Allerdings ist es mit rund 370 Euro und nur 16 GB internem, per micro-SD-Karten erweiterbarem Speicher etwas teurer als mancher Wettbewerber. Außerdem sind die Stereolautsprecher am (im Porträtformat) unteren Rand für horizontales Gaming ziemlich unpraktisch positioniert. Der Akku des Venue 8 misst 5.500 mAh, das ist ausreichend auch für längere Spielsessions.

HTC Nexus 9

Etwas günstiger als das Venue 8 ist das Nexus 9 von HTC: Die 16 GB-Version gibt es derzeit ab etwa 320 Euro, für 32 GB werden um die 370 Euro fällig; wer LTE benötigt, zahlt freilich noch mal mehr. Auch das Nexus löst mit ordentlichen 1.536 x 2.048 Pixeln auf, kommt aber mit einem Display im 4.3-Format, was per se schon mal nicht optimal für Spiele ist: Die sind nämlich zumeist auf 16:9 optimiert und so sieht beispielsweise Real Racing 3 auf dem Google-Tablet etwas verzerrt aus.

The Banner Saga auf dem Nexus 9(© 2015 Versus Evil, CURVED Montage)

In Sachen Performance dagegen gibt ich das Nexus 9 danke Tegra K1-Power mit 64-Bit-Unterstützung keine Blößen:  58.600 Punkte im AnTuTu und beachtliche 55 Fps im GFX 3.1 markieren im Tabletbereich derzeit die absolute Oberklasse. Ein 6.700 mAh sowie Frontlautsprecher runden die Argumente für ein Nexus 9 ab.

Sony Xperia Z3 Tablet Compact

Mit 6,4 Millimetern ist Sonys Xperia Tablet Z3 Compact fast so dünn wie das Dell Venue, mit 270 Gramm sogar merklich leichter – und wasserdicht! Mit dem 8 Zoller steht als auch Gaming in der Badewanne nichts im Wege. Dazu kommen nach vorne gerichtet Stereo-Speaker, ein ordentliches Display, das mit 1.920 x 1.200 Pixeln auflöst und ein Snapdragon 801-Chip, der im AnTuTu für 45.000 Punkte und im GFX 3.1 für 27 Fps sorgt. Der 4.500 mAh-Akku klingt nach nicht übermäßig viel, bewies aber in unserem Test des Tablets seinerzeit durchaus Durchhaltevermögen.

République auf dem Sony Xperia Z3 Tablet Compact(© 2015 Camouflaj, CURVED Montage)

Das alles gibt es derzeit ab etwa 330 Euro (16 GB, WLAN) und wer ein besonders schlankes, leichtes, ausreichend potentes und eben auch wasserdichtes Gaming-Tablet sucht, findet derzeit kaum eine probate Alternative zum Z3 Tablet Compact.

Samsung Galaxy Tab S 8.4

Samsung Galaxy Tab S war im Vorjahr ein echter Hit und hat uns als Tablet für jede Lebenslage voll überzeugt: Tolles Display, Stereo-Lautsprecher, schlanke Bauart, ein großer 4.900 mAk-Akku und inzwischen mit einem Preis von um die 300 Euro für die 16 GB-Version fast schon ein Schnäppchen.

Hitman: Sniper auf dem Samsung Galaxy Tab S 8.4(© 2015 Square Enix, CURVED Montage)

Allerdings reicht die Leistung des achkernigen Exynos 5420-SoC nach diesjährigen Standards nicht mehr aus, um das QHD-Super AMOLED so richtig überzeugend zu beschleunigen: Mit nur 39.000 Punkten in AnTuTu und 23 Fps im GFX 3.1 markiert das Galaxy Tab S 8.4 eher die Untergrenze, dessen, was sich 2015 noch als Gaming-Tablet empfehlen lässt. Dennoch laufen aktuelle Titel natürlich weitestgehend flüssig und wer nicht unbedingt die grafisch ganz aufwendigen Games zocken will – ein Real Racing 3 sieht merklich kantiger aus und flutscht nicht ganz so, wie auf anderen Testkandidaten –, findet im Tab S einen feinen Allrounder; der fast das Potenzial zum Preis-Leistungs-Kracher hätte – wenn da nicht noch unsere beiden letzten Kandidaten wären.

Nvidia Shield Tablet

Es bleibt dabei: Auch rund ein Jahr nach dem hiesigen Marktstart des Shield Tablet von Nvidia, stellt der 8 Zoller das perfekte Rundum-Paket für mobile Gamer im Android-Kosmos dar. Nicht nur leistet sein Tegra K1-Chipsatz High End-Arbeit und sorgt – auch dank 1080p-Display – für AnTuTu-Werte von 55.000 Punkten und GFX 3.1-Ergebnisse von 65 Fps; auch die Frontlautsprecher, das optionale Wlan-Gamepad und der 5.200 mAh-Akku überzeugen.

The Talos Principle auf dem Nvidia Shield Tablet(© 2015 DevolverDigital, CURVED Montage)

Auf der Negativ-Seite gibt es maximal die etwas robustere und wenig grazile Bauart des Shield Tablet, das 9,2 Millimeter dick und satte 390 Gramm schwer ist, zu bemängeln – andererseits sitzt der 8 Zoller dadurch und dank der gummierten Rückseite auch bei hektischen Spiele-Sessions angenehm präsent und sicher in den schwitzigen Händen.

Weitere Pluspunkte für Gamer sind die integrierte Aufnahme-Funktion, die das intuitive Erstellen oder Twitch-Streamen von Let's play-Videos ermöglicht, die mögliche Kopplung mit dem Gaming-PC zum Streamen von PC-Spielen auf das Tablet, ab und an ein paar Exklusiv-Titel sowie der GRID-Dienst, der hierzulande aber immer noch auf seinen Start wartet.

Das alles kostet nicht etwa ein Vermögen, sondern kann in der 16 GB-Version ohne LTE-Konnektivität bereits für ziemlich günstige 299 Euro erworben werden. Wer definitiv ein Android-Tablet zum Zocken nutzen möchte, für den führt kein Weg am Shield Tablet vorbei. Wer offen für iOS ist, hat aber eine durchaus zu bedenkende Alternative ...

Apple iPad mini 2

Ich selbst bin Android-Nutzer und besitze bereits ein Unmenge gekaufter Spiele für das Google OS – weswegen ein iPad für mich schlicht keine verlockende Option ist. Wer aber in dieser Hinsicht unbeleckt ins mobile Gaming einsteigen möchte oder den Neukauf von Apps nicht scheut, der findet in Apples iPad mini 2 mit seinem 7,9 Zoll großen, mit 1.536 x 2.048 auflösenden Display und dem potenten A7-Chip die vielleicht beste Plattform zum Zocken.

Real Racing 3 auf dem Apple iPad mini 2(© 2015 EA, CURVED Montage)

Und das liegt vorrangig an iOS: Nicht nur entwickeln die meisten Spiele-Schmieden weiterhin zuerst oder gar exklusiv für das Apple-OS, auch laufen die meisten Titel auf dem iPad schlicht geschmeidiger und damit zuweilen effektiver als unter Android – Beispiel gefällig: Mit meinem Kollegen Shu habe ich in den letzten Monaten intensive Zeitrennen in Real Racing 3 ausgetragen. Irgendwann musste ich aber feststellen, dass ich mit meinem Shield Tablet die Zeiten, die Shu in den Asphalt gebrannt hat, schlicht nicht mehr erreichen konnte. Also hatte ich mir übers Wochenende ein iPad mini 2 geschnappt – und fuhr prompt ein bis zwei Sekunden schneller pro Runde; in Rennspiel-Begriffen sind das Welten. Und das liegt nicht etwa ein einer anderen Fahrphysik oder einem leichteren Schwierigkeitsgrad unter iOS, sondern schlicht daran, dass das iPad exakter und feinfühliger auf Bewegungen reagiert und sich die Rennfahrzeuge damit kontrollierte um die Kurven und durch Schikanen bugsieren lassen.

Natürlich wird dieser Vorteil nicht bei jedem Spiel so deutlich zutage treten und selbstverständlich spielt es sich auch auf den genannten Android-Tablets grundsätzlich gut und flüssig; unter iOS wirkt alles eben noch ein Spur ausgereifter.

Bei einem aktuellen Anschaffungspreis von lediglich 289 Euro für die 16 GB-Wlan-Version stiehlt das Apple-Tablet – man glaubt es kaum – selbst dem Preisbrecher Shield in dieser Disziplin die Schau. Zwar fehlt beim iPad mini 2 das ganze Gaming-Drumherum des Nvidia-Modells, dafür hält der 6.470 mAh-Akku ewig und das Tablet selbst ist mit 7,6 Millimetern und 331 Gramm auch noch dünner und leichter.

Fazit

Gut spielen lässt sich auf allen genannten Geräten. Wer es ernst meint mit dem mobilen Gaming greift aber entweder zum Shield Tablet von Nvidia oder zu Apple iPad mini 2. Beide 8 Zoller sind mit Preise unter der 300 Euro-Marke ohnehin die günstigsten Vertreter unserer Zusammenstellung und erfüllen natürlich auch sämtliche Aufgaben neben der Zockerei mit Bravour.


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