83 Millionen alte Handys in Deutschland

83 Millionen Alt-Handys verteilen sich auf die Haushalte von zwei Dritteln der Bundesbürger. Im Vergleich zum Jahr 2010 sind das 15 Prozent mehr unbenutzte Geräte. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Branchenverbandes BITKOM hervor. Der Verband stellte außerdem klar, dass 80 Prozent der im Mobiltelefon verbauten Materialien wiederverwendet werden könnten.

Die Anzahl der alten Handys wächst von Jahr zu Jahr. Während es 2010 noch 72 Millionen Stück waren, sind es 2011 bereits 83 Millionen. Diese Zahlen basieren auf einer hochgerechneten, repräsentativen Umfrage, die der Branchenverband BITKOM präsentierte. Etwa 30 Prozent aller Befragten bewahren ihre alten Smartphones auf, bevor sie später einem Recyclingverfahren zugeführt werden.

Die hoch technischen Geräte enthalten viele wertvolle Rohstoffe, die wieder in den Kreislauf zurückgeführt und so beispielsweise für ein anderes Handy verwendet werden können. Immerhin sind das 80 Prozent der im Produkt verbauten Materialien. Darunter zu finden sind edle Metalle wie Gold, Silber und Kupfer, aber auch die sogenannten seltenen Erden.
„Zwar sind die Rohstoff-Mengen in jedem einzelnen Handy gering, in Summe kann daraus ein erheblicher Beitrag zum schonenden Umgang mit knappen Ressourcen werden“, so der BITKOM-Vizepräsident Volker Smid. In der oben genannten Umfrage gaben 66 Prozent der über 14-Jährigen an, ein Mobiltelefon zu besitzen, die sie derzeit nicht benutzen. Mindestens 18 Prozent haben zwei alte Geräte, 9 Prozent gaben sogar an, drei zu haben und 4 Prozent antworteten mit vier unbenutzten Handys.

Während jeder Zwölfte (8 Prozent) irgendwann sein Mobiltelefon spendet, verschenken 23 Prozent ihr Handy. Wer sein Produkt entsorgen will, muss dies entweder über den Mobilfunkanbieter oder die Recyclinghöfe tun. Auch der Akku des Gerätes darf nicht in den Hausmüll. Er kann beim örtlichen Recyclinghof oder direkt bei dem Verkäufer abgegeben werden.