"Abused Emojis" zeigen Kindesmisshandlung auf WhatsApp und Co.

Her damit !25
Abused Emojis: Kindern mehr Möglichkeiten geben, sich mitzuteilen
Abused Emojis: Kindern mehr Möglichkeiten geben, sich mitzuteilen(© 2015 Abused Emojis)

Geritzte Arme, blaues Auge, Ohrfeigen gegen Kinder: Mit den "Abused Emojis" sollen misshandelte Jugendliche und Kinder sich auch ohne große Worte anderen anvertrauen können.

Emojis sollen Spaß machen und - mit wenigen Ausnahmen - anderen mitteilen: Mir geht's gut. Lass uns Spaß haben. Und sie sind vor allem unter Kindern und Jugendlichen ein beliebtes Mittel, um Emotionen zu kommunizieren. Aber wie teilt man sich anderen mit, wenn etwas Schlimmes passiert ist und man sich nicht traut, die passenden Worte zu formulieren. Dabei sollen jetzt die sogenannten "Abused Emojis" helfen, die Gewaltszenen gegen Kinder darstellen.

Ausgedacht hat sich das die schwedische Kinderhilfsorganisation BRIS. 15 verschiedene Emojis stehen zur Auswahl. Sie zeigen Ohrfeigen, Kinder mit blauem Auge, trinkende Eltern oder geritzte Arme. „Unser Ziel ist es, die harte Realität hervorzuheben, der sich Tausende Kinder jeden Tag stellen müssen“, erklärt eine Sprecherin der Organisation.

So kommen die "Abused Emojis" aufs iPhone

Im App Store ist das Emoji-Pack kostenlos erhältlich und wird von iOS wie eine eigenständige Tastatur behandelt. Um sie zu nutzen, müsst Ihr in unter Einstellungen > Allgemein > Tastatur die "Abused Emojis" anklicken und später etwa in Messengern über die Weltkugel links unten auf der Tastatur auswählen.

Damit die ungewöhnlichen Emojis auch anderen Nutzern, die das Tastatur-Pack nicht installiert haben, angezeigt wird, nutzen die "Abused Emojis" einen Umweg: Nach der Auswahl wird das entsprechende Emoji in die Zwischenablage eingefügt und lässt sich beim "Einsetzen" dann als echtes Bild an einen anderen Kontakt verschicken.

Meine Meinung: BRIS wäre gut beraten, die Emojis auch schnellstmöglich für Android-Geräte verfügbar zu machen. Die Idee ist lobenswert. Emojis sind seit Jahren ein fester Bestandteil mobiler Kommunikation, blenden allerdings Unschönes und Trauriges größtenteils aus.


Weitere Artikel zum Thema
Update für Android Messa­ges: Das ist neu in der SMS-App
Guido Karsten
Die Nachrichten-App von Android erhält mit dem Update einen frischen Anstrich
Google hat die Nachrichten-App von Android aktualisiert. Sie enthält nun einen sogenannten "Dark Mode", der besonders im Dunkeln nützlich ist.
Gmail: Google akti­viert Selbst­zer­stö­rungs­mo­dus für vertrau­li­che E-Mails
Guido Karsten
In Gmail könnt ihr E-Mails nun per SMS-Zugriffscode und Verfallsdatum schützen
Google hat das neue Gmail-Feature "Vertrauliche E-Mails" aktiviert. Damit ist es Nutzern möglich, E-Mails zu versenden, die sich selbst zerstören.
Hacker kapern Insta­gram-Konten: So schützt ihr euch
Francis Lido
Instagram-Nutzer sollten derzeit vorsichtig sein
Hacker haben offenbar Profilbilder und E-Mail-Adressen ausgetauscht. Instagram äußerte sich bereits dazu und schlägt Sicherheitsmaßnahmen vor.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.