Abzocke: T-Mobile zahlt 90 Millionen Dollar Strafe

T-Mobile-CEO John Legere muss seinen Kunden Schadenszahlungen leisten.
T-Mobile-CEO John Legere muss seinen Kunden Schadenszahlungen leisten.(© 2014 T-Mobile)

Die US-Handelskommission hatte dem Mobilfunker in den USA vorgeworfen, ohne Zustimmung Dienste zu verrechnen. Jetzt muss T-Mobile Schadenszahlungen in Millionenhöhe leisten.

Kostenpflichtige SMS-Dienste

Das war ein teurer Spaß für T-Mobile: Der Mobilfunkanbieter hat seinen Kunden in den USA unautorisierte Dienste verrechnet. Die US-Handelskommission klagte den Konzern dafür an, am Freitag folgte das Urteil. T-Mobile muss als Entschädigung mehr als 90 Millionen US-Dollar zahlen. Der Großteil davon landet direkt bei den betroffenen Kunden.

Seit 2010 hat der Mobilfunker immer wieder Extras verrechnet, denen Kunden gar nicht zugestimmt hatten. Dabei handelte es sich unter anderem um kostenpflichtige Horoskop-Dienste sowie Sport- und Promi-News via SMS. Für diese Services hat T-Mobile über externe Dienstleister zum Teil 9,99 US-Dollar verrechnet und diese nicht immer eingestellt, wenn Kunden die Zusatzkosten entdeckt hatten. In vielen Fällen soll T-Mobile beteuert haben, nichts dagegen tun zu können, weil es sich um Services von Drittanbietern handelte.

Direkte Zahlungen an Kunden

Von der Strafzahlung muss der Mobilfunkriese 67,5 Millionen US-Dollar direkt an die betroffenen Kunden auszahlen. Der Rest geht an die Staaten, in denen T-Mobile die Abzocke durchführte, sowie an das Finanzministerium.

Mit dem Urteil verpflichtet sich T-Mobile gegenüber der Handelskommission außerdem dazu, für Services von Drittanbietern immer eine eindeutige Zustimmung seiner Kunden zu holen.