Acer baut Mixed-Reality-Brille für Xbox One Scorpio

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Das Mixed-Reality-Headset von Acer soll sowohl Windows 10 als auch die Xbox One Scorpio unterstützen.
Das Mixed-Reality-Headset von Acer soll sowohl Windows 10 als auch die Xbox One Scorpio unterstützen.(© 2017 Microsoft)

Neben der PlayStation 4 soll auch Microsofts Xbox One eine Datenbrille bekommen. Vermutet wurde, dass das Konsolen-Upgrade, die Project Scorpio, Microsofts HoloLens nativ unterstützen würde. Nun hat Microsoft eine Mixed-Reality-Brille von Acer angekündigt.

Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis der erste Hardware-Hersteller eine Datenbrille für Microsofts Ökosystem Windows 10, zu dem auch die Xbox-Konsolen gehören, entwickeln würde. Bereits im Oktober 2016 hatten die Redmonder die Zusammenarbeit mit mehreren Herstellern ankündigt, darunter unter anderem HP, Dell, Lenovo – und Acer.

Acer und Microsoft arbeiten an Mixed Reality

Der Hersteller hat nun seine erste Datenbrille für den Anwendungsbereich der Mixed Reality (MR) vorgestellt. Das in Kooperation mit Microsoft entwickelte Headset soll noch diesen Monat in einer Entwicklerversion (Development Edition) an interessierte Software-Programmierer gehen. Um die Programmierung von Mixed-Reality-Inhalten zu erleichtern, gewährt Microsoft darüber hinaus Zugang zu verschiedenen Vorschau-Versionen von Windows 10 und dem Software-Entwicklungskit.

"Our plan is to bring mixed reality content to the Xbox One family of devices, including Project Scorpio, in 2018." (Microsoft-Sprecher)

Wie der Sprecher von Microsoft betonte, soll die Datenbrille (und die der anderen Hersteller) unter Windows 10 funktionieren, aber auch die Xbox One und die Project Scorpio unterstützen. Beide Konsolen nutzen als Betriebssystem eine angepasste Windows-10-Version.

Die Brille im Detail

Acer hat in der MR-Brille zwei hochauflösende Flüssig-Kristall-Displays mit einer Auflösung von 1440 x 1440 Pixel verbaut. Die Bildwiederholungsrate soll laut Hersteller mit bis zu 90 Hertz laufen. Ebenfalls im Headset integriert sind ein Mikrofon- und ein Audio-Eingang (3,5-mm-Klinke). Ein einzelnes Verbindungskabel soll für die Datenübertragung zuständig sein und einfach per "Plug and play"-Verfahren mit dem PC oder der Konsole verbunden werden.

Darüber hinaus arbeitet das Headset mit Inside-Out-Tracking. Das heißt, das Headset selbst ist in der Lage den Raum zu vermessen und den Standort des Trägers innerhalb dieses Raumes zu bestimmen. Dadurch würde sich die Bewegungsfreiheit im Raum vergrößern und nicht zuletzt ein umständliches Ausrichten von zusätzlichen Sensoren wegfallen.

2018 soll die Reise beginnen

Spiele-Entwickler, die an der Pressekonferenz von Microsoft auf der GDC teilgenommen haben, bekommen das Developerkit kostenfrei zur Verfügung gestellt. Alle anderen können sich im Nachhinein für die Teilnahme an dem "Windows Mixed Reality"-Programm an Microsoft wenden.

Microsoft selbst beschreibt die Entwicklung und Bereitstellung der Datenbrille als ersten Schritt auf der Reise Richtung Mixed Reality. Im Mai will das Unternehmen weitere Informationen zum Thema "Mixed Reality" auf der Build-Konferenz mitteilen. Eine Veröffentlichung dieser oder ähnlicher MR-Brillen ist nicht vor 2018 zu erwarten, wie man den Worten Microsofts entnehmen kann. Als Einstiegspreis für noch nicht genauer benannte MR-Brillen gibt Microsoft 299 US-Dollar an.

Zu konkreten Anwendungen oder Spielen, die die Mixed Reality unterstützen, hat sich Microsoft in dem Zusammenhang ebenfalls nicht geäußert. Ob also schon namhafte Spiele-Studios mit der Technologie arbeiten, bleibt vorerst offen. Ebenso, ob die Datenbrille in exakt dieser Form und mit diesen Spezifikationen auch als Konsumentenversion erscheint.


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