Adidas: Webseiten offline nach Hackerangriff

Wer zurzeit die Webseite "adidas.de" aufrufen will, hat schlichtweg Pech gehabt. Die Homepage existiert nicht (mehr), worauf eine Fehlermeldung hinweist. Nach einem Hackerangriff sind die Seiten des Sportartikel-Herstellers offline gegangen, teilte die Financial Times Deutschland unter Berufung auf eine Sprecherin des Unternehmens mit.

Durch die Sperre soll erreicht werden, dass nicht noch mehr Kundendaten in die Hände der Eindringlinge gelangen. Doch nicht nur adidas.de ist von den Vorkommnissen betroffen, sondern auch reebok.de und micoach.de. Die Webauftritte in den USA blieben von den Attacken verschont, weil sie über einen anderen Server laufen. Als Entschädigung will Adidas seinen Kunden drei Tage lang einen Rabatt von zehn Prozent einräumen, bei denen die Landeswebseite von den Hackern heimgesucht worden ist, so Financial Times Deutschland weiter.

Diese Aktion wird erst ab Öffnung der Webseiten möglich sein. Die Sprecherin der Firma konnte noch nicht sagen, wann die Homepage wieder online gehen würde. Sie betonte aber, dass man rund um die Uhr daran arbeite. Adidas hat keine Auskunft darüber erteilt, wie viele Kunden genau in den Online-Shops angemeldet sind. Auf Nachfrage von Financial Times, ob das Unternehmen erpresst wird, gab es keine Antwort. Die Rechtsabteilung soll derzeit Schritte prüfen, lies die Firma verkünden.
Bevor man sich dazu entschloss, die Server vom Netz zu nehmen, wurden immer wieder unterschiedliche Gründe für das Problem angegeben. So hieß es einmal, dass "technische Schwierigkeiten" zu bewältigen seien.

Der Online-Handel scheint sich für Adidas zu lohnen. Erst vor ein paar Tagen war der Vorstandsvorsitzende beigeistert über die 20 Millionen Fans auf Facebook. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich der zwischenzeitige Ausfall im laufenden Geschäftsquartal bemerkbar machen.