Aigner hat neuen Feind: AR.Drone

Unsere Bundesverbraucherministerin Frau Ilse Aigner (CSU) ist der Internet-Gemeinschaft in den letzten Wochen schon häufiger zitiert worden. Erst war es ihre Entrüstung über die Datenschutzmaßnahmen bei Facebook, welche Sie durch eine öffentliche Löschung ihres privaten Facebook-Profils Nachdruck verliehen ließ. Anschließend stand mit Google StreetView ein neuer Gegner vor der Tür, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen galt.

Nachdem es Facebook in Deutschland aber immer noch gibt und der Launch von StreetView bei den meisten Bürgern nun doch recht gut angekommen ist, musste sich Frau Aigner einen neuen Erzfeind suchen. Fündig geworden ist Sie in einem kleinen, niedlichen Flugobjekt names AR.Drone.

Die AR.Drone ist ein hubschrauberähnliches Spielzeug, welches mit vier Rotatoren ausgestattet sind und das Gerät somit stabil in der Luft halten. Doch gleich zwei Punkte machen die AR.Drone besonders und ließen ihr in den letzten Wochen viel Aufmerksamkeit zukommen: Zum einen lässt sich die Mini-Drohne über Geräte mit dem iOS-System, also iPhone, iPod oder iPad, steuern. Zum anderen hat die Drohne eine Kamera verbaut und sendet das Bild live an das iOS-Gerät. Deshalb steht das AR vor dem Drohne auch für Augmented Reality, was auf Deutsch soviel bedeutet wie erweiterte Realität.

Für Ministerin Aigner stellt diese Drohne nun eine Gefahr für den Datenschutz dar. Ihrer Meinung wäre die Benutzung der AR-Drohne "bedenklich", eine Tour durch Nachbars Garten sei "zumindest problematisch". Dies erklärte Sie vor wenigen Tagen gegenüber der Deutsche Presse-Agentur.

Rechtlich gesehen ist der Einsatz der kleine Drohne in Deutschland jedoch vollkommen unbedenklich, so lange man sich an deutsches Recht hält. Für Flugobjekte benötigt man erst eine Genehmigung, sobald sie mehr als fünf Kilo wiegen und eine maximale Flughöhe von 30 Metern überschreiten können.