Airbnb ist zehn Milliarden Dollar wert

Das Airbnb-Headquarter in San Francisco: Die Stadt plant ein neues Gesetz für die Unterkunftsvermittlung.
Das Airbnb-Headquarter in San Francisco: Die Stadt plant ein neues Gesetz für die Unterkunftsvermittlung.(© 2014 Elisabeth Oberndorfer)

Der Unterkunftsvermittler erhöht seine Bewertung durch eine kräftige Kapitalspritze. Das Startup ist beinahe wöchentlich wegen Kontroversen in den Schlagzeilen.

Eine halbe Milliarde von Investoren

Keine Woche vergeht im Silicon Valley ohne eine Meldung über das nächste "Billion-Dollar-Startup". Der dieswöchige Gewinner ist Airbnb. Das in San Francisco gegründete Unternehmen hat sich eine neue Finanzierung in Höhe von 500 Millionen US-Dollar gesichert. Damit steigt die Unternehmensbewertung auf bereits zehn Milliarden US-Dollar. Zu den Hauptinvestoren zählt die Private Equity-Firma TPG, die auch bei der Taxi-Alternative Uber beteiligt ist.

Die vor fünf Jahren gestartete Plattform vermittelt temporäre private Unterkünfte. Derzeit soll das Portal mehr als 600.000 Anzeigen in mehr als 200 Ländern gelistet haben. Airbnb kämpft seit langem mit rechtlichen Problemen. Die Stadt New York beschwert sich etwa, dass das Unternehmen sowie die Vermieter keine Hotelsteuern zahlen. Zudem ist das Untervermieten von Mietwohnungen in vielen Fällen illegal. Hinzu kommen Skandal-Stories über Airbnb-Nutzer, die eine Unterkunft für Sex-Parties buchen.

Neues Airbnb-Gesetz in San Francisco

Die Stadt San Francisco will die Vermittlung von Unterkünften über Airbnb und andere Anbieter mit einem neuen Gesetz besser regulieren. So dürfen künftig nur mehr Zimmer in Wohnungen vermietet werden, in der sich der Vermieter mehr als 75 Prozent des Jahres aufhält. Wer seine Immobilien auf Airbnb listet, soll diese auch höher versichern, sieht die neue Richtlinie vor.


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