Alexa als Türklingel: Amazon schluckt Smart-Home-Hersteller Blink

Womöglich sehen wir den leuchtenden blauen Ring des Amazon Echo bald auch an einer Türklingel
Womöglich sehen wir den leuchtenden blauen Ring des Amazon Echo bald auch an einer Türklingel(© 2017 CURVED)

Die Assistenz Alexa von Amazon könnte bald auch ihren Weg in eine Türklingel finden: Der Versandhausriese hat offenbar ein Unternehmen aufgekauft, das auf die Herstellung bestimmter Smart-Home-Geräte spezialisiert ist. Offen bleibt, welche Produkte aus dem Deal entstehen könnten.

Erst im Jahr 2014 legte das Star-Up-Unternehmen Blink los, wie SlashGear berichtet. Nun hat Amazon die Firma aufgekauft, dennoch soll Blink zunächst wie bisher weitermachen – neue Produkte sind noch nicht angekündigt worden. So wird etwa die erst kürzlich vorgestellte Video-Türklingel wie geplant hergestellt. Zwar gibt es solche Gadgets bereits, doch bei diesem Modell ist die Besonderheit, dass es komplett ohne Kabel auskommt – also sehr einfach zu installieren ist. Dadurch dürfte das Produkt zugänglicher für die breite Masse sein.

Eine "Amazon Echo Bell"?

Durch den Kauf könnte Amazon eine einfach zu handhabende Türklingel mit Videofunktion dann auch selbst anbieten. Aber wie könnte so ein Produkt aussehen? Möglich wäre eine "Amazon Echo Bell", die ohne großen Aufwand mit Amazon Echo und Co. verbunden werden kann und über Alexa verfügt. Natürlich müsste der Zugriff auf die Assistenz so eingeschränkt werden, dass Fremde nicht von der Haustür aus etwa eure Smart-Home-Lampen beliebig ein- und ausschalten können. Für den Nutzer könnte es aber praktisch sein, wenn er (vielleicht nach einem Sicherheits-Check) die Lichter direkt schon an der Haustür einschalten kann.

Blink führt auch Sicherheitskameras im Sortiment, die gut mit einem Echo Show harmonieren könnten. Auch hier könnte der Versandhändler an einer eigenen Version arbeiten, die noch besser auf die eigenen Gadgets abgestimmt ist. Es bleibt abzuwarten, welche Smart-Home-Produkte Amazon dann tatsächlich anbieten wird. Zumindest ist es relativ wahrscheinlich, dass in Zukunft auch weitere Echo-Geräte auf den Markt kommen werden, die das bisherige Portfolio ergänzen.


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