Amazon baut Prime zum Spotify-Konkurrenten aus

Musik zu verkaufen reicht Amazon nicht mehr, ein eigener Streaming-Dienst soll her.
Musik zu verkaufen reicht Amazon nicht mehr, ein eigener Streaming-Dienst soll her.(© 2014 CURVED)

Amazon verkauft bereits CDs und MP3s, aber das reicht dem Online-Kaufhaus nicht mehr. Angeblich laufen schon länger Verhandlungen mit Musiklabels über einen Streaming-Dienst im Stil von Spotify und Co.

Bereits seit einigen Monaten verhandelt Amazon mit Musiklabels über einen eigenen Streaming-Dienst, berichtet Recode unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Entsprechende Gerüchte um einen Spotify-Konkurrenten von den Online-Kaufhaus gibt es nicht zum ersten Mal, aber inzwischen hätte Amazon seine Bemühungen um eine Einigung mit den Rechteinhabern intensiviert.

Ein Abschluss der Verhandlungen in diesem Jahr sei nicht ausgeschlossen, derzeit seien die Parteien aber noch weit von einer Einigung entfernt, wie Recode von einer Quelle bei einem Musiklabel erfahren haben will. Knackpunkt sei, dass Amazon deutlich weniger zahlen will als bereits bestehende Streaming-Dienste wie Spotify, Napster oder Simfy.

Prime: Vom Gratis-Versand zum Rundum-Sorglos-Paket?

Erst am 26. Februar 2014 hat Amazon in Deutschland sein Prime-Angebot um seinen Video-Streaming-Dienst Lovefilm erweitert und in Prime Instant Video umbenannt. Sollte es zu einer Einigung mit der Musikindustrie kommen, wäre es keine Überraschung, wenn Amazon seinen Musik-Streaming-Dienst ebenfalls mit dem Prime-Label versieht. Ob als eigenständiges Angebot oder als erneut mit einer Preiserhöhung verbundenen Zwangszugabe bleibt abzuwarten. Während in Deutschland der Preis für den Prime-Versand von 29 auf 49 Euro gestiegen ist, kostet der Service in den USA schon länger 79 Dollar und eine weitere Erhöhung auf 119 Dollar hat Amazon bereits in Aussicht gestellt.

Für Amazon lohnt sich Prime, da die Nutzer des Dienstes mehr bestellen als Käufer, die jeden Versand einzeln bezahlen müssen. Da sind Zugaben wie Video- oder Musik-Streaming durchaus eine lohnende Investition, um die Kunden bei Laune zu halten. Steigt der Preis jedoch zu sehr an, dürften es sich einige Nutzer noch einmal anders überlegen - vor allem, wenn sie bereits andere Streaming-Dienste nutzen.


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