Amazon-Blacklist gegen unerwünschte Geschenke

Jeder hat in seinem Leben wohl schon ein Geschenk bekommen, was er nicht benötigt. Sei es eine unpassende Krawatte mit Entenmotiv oder selbstgestrickte Socken von der Oma mit Kratz-Garantie.

Amazon, der weltgrößte Online-Versandhändler, ist sich natürlich dem Wohle seiner Kunden bedacht und hat so einen Schutz vor unerwünschten Geschenken entwickelt: Die Blacklist.

Mit einer persönlich gepflegten „schwarzen Liste“ von Amazon-Artikeln möchte der Versandriese dieses Luxus-Problem laut „Washington Post“ in den Griff bekommen. Die amerikanische Zeitung hat eine 25 Seiten lange Patentschrift entdeckt, in der Amazon detailliert Stellung zum Vorhaben bezieht.

So soll man automatisch eine Gutschrift von Amazon erhalten, falls man von einer dritten Person ein Geschenk über Amazon zugesandt bekommt, das bereits auf der eigenen Blacklist steht. Der Schenkende soll davon nichts mitbekommen.

Für Amazon ein durchaus lohnenswertes Unterfangen. Laut „Washington Post“ landen bis zu 30 Prozent aller Geschenke wieder beim Händler. Amazon führte dafür extra eine eigene Abteilung ein, um die Produkte anzunehmen, zu säubern, eventuell zu reparieren, dann wieder einzusortieren und neu zu verpacken. Wenn die Produkte gleich im Lager blieben und der Kunde nur eine Gutschrift erhielt, könnte Amazon logischerweise einiges an Geld sparen.

Ob es den Schutz vor unliebsamen Geschenken jedoch wirklich einmal geben wird oder ob es sich nur um eine strategische Patentsicherung seitens Amazon gehandelt hat, ist ungewiss. Fraglich ist auch, wie viele Personen Gebrauch von so einer „schwarzen Liste“ machen würde und wie sinnvoll diese im Endeffekt wirklich wäre.