Amazon Echo: Die wichtigsten Befehle und praktische Skills zum Start

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Amazon Echo
Amazon Echo(© 2016 CURVED)

Seit Montag sind Amazon Echo und Echo Dot für alle verfügbar. Wer sich dazu entscheidet, Amazons Künstliche Intelligenz Alexa bei sich einziehen zu lassen, möchte vor allem eins wissen: Was kann die KI - und wie lernt sie dazu?

Zur Erklärung: Seit dem 13. Februar ist Amazon Echo in Deutschland auch ohne Einladung erhältlich. Alexa wiederum ist die Künstliche Intelligenz, die als Sprachassistentin und Schnittstelle zwischen Nutzer und Amazon oder anderen Diensten fungiert. Schon von Haus aus beherrscht Alexa eine ganze Menge Befehle. Damit gemeint sind Sprachkommandos, die die KI ohne zusätzlichen Aufwand verarbeiten, also entweder beantworten oder ausführen kann. Dies können einfache Fragen nach Informationen sein, wie: “Alexa, wie wird das Wetter morgen?” Aber auch Smart-Home-Anwendungen wie Philips Hue lassen sich auf Zuruf steuern: “Alexa, schalte das Licht im Flur an.” Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Ihr entsprechende Smart-Home-Geräte verwendet.

Wer nicht fragt ...

Einfache Fragen, etwa nach der Höhe des Eiffelturms, beantwortet Alexa problemlos. Allzu komplex dürfen sie allerdings nicht ausfallen. Auf die Frage, wie hoch der Eiffelturm im Vergleich zum Schiefen Turm von Pisa ist, weiß die KI (noch) keine Antwort. Auch weiterführende Antworten zum gleichen Thema liefert Alexa bislang nicht - längere Gespräche oder Befehlsketten führen ins Leere. So kann Alexa zwar sagen, auf welche Uhrzeit ein Wecker gestellt ist. Den anschließenden Befehl “Alexa, bitte lösche diesen Wecker” versteht sie in dieser verkürzten Form ohne Kontext nicht.

Um zu veranschaulichen, wie vielseitig Amazon Echo genutzt werden kann, hier ein Auszug der Befehle, die Alexa beherrscht:

Alexa, was sind fünf Meilen in Kilometern?
Alexa, wann geht heute die Sonne unter?
Alexa, wann findet mein nächster Termin statt?
Alexa, was steht in meinem Kalender?
Alexa, schalte die Kaffeemaschine ein.
Alexa, wie ist der Verkehr?
Alexa, wie ist das Wetter?
Alexa, was ist in den Nachrichten?
Alexa, wie ist das Spielergebnis von [Name der Mannschaft]?
Alexa, wecke mich um 6 Uhr morgens auf.
Alexa, lese [Titel] vor.
Alexa, spiele das Hörbuch [Titel] ab.
Alexa, was läuft gerade?
Alexa, stoppe die Musik.
Alexa, spiele 'Jazz' von Spotify.
Alexa, spiele Radio Eins auf TuneIn.
Alexa, spiele Prime Music zum Tanzen.
Alexa, hast du neue Fähigkeiten?
Alexa, welche neuen Skills hast du gelernt?
Alexa, wo ist Chuck Norris?
Alexa, wie schreibt man/buchstabiere [Wort]?
Alexa, wie lange hat [Geschäftsname] in [Ortsname] geöffnet?
Alexa, warum ist die Banane krumm?
Alexa, Selbstzerstörung.
Alexa, erzähl mir einen Zungenbrecher.

Jede Menge Möglichkeiten ...

Neben den voreingestellten Befehlen ist Alexa auch in der Lage ihr “Wissen” zu erweitern und neue zu erlernen. Über sogenannte Skills, also Apps von Drittanbietern, erhält Alexa Zugriff auf weitere Anwendungen. Die Skills müssen weder heruntergeladen noch installiert werden; sie lassen sich einfach über die App am Smartphone zusätzlich aktivieren - so lässt sich Amazon Echo an persönliche Gepflogenheiten anpassen. Manche Skills setzen bei der Nutzung ein bereits vorhandenes Konto bei dem jeweiligen Dienst voraus. Möchte man Alexa etwa eine Zugverbindung via Deutsche-Bahn-Skill buchen lassen, muss ein entsprechendes Kundenkonto dort hinterlegt sein. Laut Hersteller Amazon stehen seit Markteinführung des Amazon Echo und des Amazon Echo Dot mehr als 500 dieser Skills für Alexa bereit.

Ein Blick auf das Skill-Portfolio von Amazon verrät, wofür der intelligente Lautsprecher am häufigsten zum Einsatz kommt. Beliebt und durchweg positiv bewertet sind Skills, die Alexa Smart-Home-Anwendungen steuern lassen, wie etwa ioBroker SmartHome, TP-LINK Kasa oder mydlink Home. Skills wie Last.fm, Antenne Bayern oder Deutschlandfunk verwandeln Amazon Echo in ein Digitalradio und mit Naturgeräusche: Donnerwetter holt Ihr Euch ein Gewitter als Soundkulisse in die eigenen vier Wände.

... und Baustellen

Allerdings offenbart der Blick auch, woran es ersten Nutzererfahrungen nach noch mangelt: nicht am Skill-Angebot, sondern am -Umfang. So erfüllen viele Skills exakt einen Anwendungszweck: Der Kommissar-Falke-Skill dient zum Beispiel dazu, Euch zu informieren, wann auf welchem Sender der nächste Tatort zu sehen ist - nicht mehr und nicht weniger. Andere Skills wiederum bieten nicht den Funktionsumfang, den man von der gleichnamigen App gewohnt ist. Mittels MyTaxi-Skill ist Alexa zwar in der Lage, ein Taxi zu bestellen - allerdings nur an Eure Wohn- oder Arbeitsadresse und auch nur zu dem jeweiligen Zeitpunkt. Eine Vorbestellung für eine bestimmte Uhrzeit kann Alexa für Euch nicht reservieren.

Zwischen all den mehr oder minder nützlichen Skills, die Alexa erlernen kann, gibt es auch solche, die keinen erkennbaren Zweck erfüllen: Der Pups Generator etwa verwandelt Amazon Echo in eine sprechende Dose mit Blähungen. Warum, Amazon?!

Für alle, denen Alexa als Name zu menschlich klingt: Hier erfahrt Ihr, wie Ihr das Aktivierungswort für Alexa in “Computer” ändern könnt.

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