Amazon: Einbruch könnte Gewinn bringen

Der Online-Händler Amazon soll im dritten Quartal einen Gewinneinbruch von 73 Prozent erlitten haben, das meldete die Nachrichtenagentur Reuters. Dies sei in erster Linie auf die schnelle Expansion der Firma zurückzuführen. Im Nachhinein könnte dadurch wieder ein Gewinn einräumt werden. Am Mittwoch verlor die Aktie in New York etwa elf Prozent.

Ein Grund könnte die Produktion des neuen Kindle Fire sein, wie Ralf Kleber (Amazon Deutschland) gegenüber Reuters sagte:
"Amazon setzt auf den langfristigen Erfolg. Der Gewinneinbruch lässt sich vor allem mit den Ausgaben im Zusammenhang mit dem Aufbau von Kapazitäten, der Schaffung von Arbeitsplätzen, der Aufrüstung von Technologie und natürlich neuen Produkten wie dem Kindle Fire begründen."

Erst vor Kurzem musste Amazon seine Produktion beim möglichen iPad-Konkurrenten erhöhen, um die eingegangenen Vorbestellungen decken zu können.
"In den ersten drei Wochen seit der Markteinführung der neuen Kindle-eReader hatten wird doppelt so viele Bestellungen bei den E-Ink-Kindles als bei den vorhergehenden Geräten. Aufgrund der zahlreichen Vorbestellungen beim Kindle Fire werden wir unsere Kapazitäten erhöhen und Millionen Geräte mehr herstellen, als wir ursprünglich geplant hatten", zitiert der Stern in einem Artikel.

Da der Verkaufspreis des Kindle-Fires nicht die Kosten der Herstellung deckt, werden die Verluste mit jedem Tab größer. Ein Teil will der Konzern durch diverse Inhalte, die extra angeboten werden, zurückholen.

Details zum Tablet

Um einen Schnäppchenpreis erzielen zu können, mussten an ein paar Stellen Einsparungen gegenüber dem iPad vorgenommen werden.
So ist das Display nur 17,8 Zentimeter (sieben Zoll) groß. Das Gerät ist außerdem nicht auf mobiles Arbeiten ausgelegt, da es nur über WLAN verfügen soll.

Kindle Fire läuft mit dem Betriebssystem Android von Google, was durch Amazon weiterentwickelt worden ist.