Amazon: Mitarbeiter beginnen dreitägigen Streik

Wegen Streik nicht ausgeschlossen: Amazon-Pakete könnten sich verspäten
Wegen Streik nicht ausgeschlossen: Amazon-Pakete könnten sich verspäten(© 2014 CURVED)

Nächste Runde im Amazon-Arbeitskampf: Mitten in der Hochphase des Weihnachtsgeschäfts ruft die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeiter des Versandhändlers zu einem neuen Streik auf. Mit einer dreitägigen Arbeitsniederlegung will Verdi Amazon weiter unter Druck setzen, um endlich Bewegung in die Tarifgespräche zu bringen.

Seit dem frühen Montagmorgen stehen die Bänder an fünf Amazon-Standorten still, wie Heise online berichtet. Der Streik-Auftakt erfolgte demnach kurz nach Mitternacht im größten Amazon-Lager in Bad Hersfeld. Anschließend setzten die Angestellten in Leipzig, Rheinberg, Werne und Graben ihre Arbeit aus. Drei Tage lang soll der aktuelle Streik dauern. Verdi will mit dem erneuten Arbeits-Ausstand Tarifgespräche erreichen, damit Amazon-Mitarbeiter unter die Bedingungen des Einzelhandels gestellt werden. Bisher hat sich das Versandunternehmen strikt dagegen geweigert, da es sich selbst als Logistik-Konzern sieht.

Amazon-Streiks könnten zu Lieferverzögerungen führen

Es ist nicht die erste Streikmaßnahme von Verdi im Arbeitskampf mit Amazon. Bereits seit Mai 2013 kommt es in den Logistikzentren des Versandhändlers immer wieder zu Streiks. Laut Gewerkschaftssekretär Heiner Reimann würde man so lange weiter machen, bis seiner Meinung nach ein gerechtes Niveau für die Mitarbeiter von Amazon erreicht sei. Allerdings solle der Arbeitskampf nicht auf dem Rücken der Kunden ausgetragen werden.

Die Streiks richten sich ausschließlich an Amazon als Arbeitgeber, wie Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger betont. Dennoch seien Lieferverzögerungen aufgrund der aktuellen Streiks nicht ausgeschlossen. Nutzenberger rät deshalb den Amazon-Kunden, ihre Bestellungen nicht allzu kurzfristig aufzugeben. Der heutige Montag vor Weihnachten stelle den Spitzenbestelltag des Unternehmens dar, wie Amazon-Sprecherin Anette Nachbar betont. Trotz der aktuellen Umstände könnten sich die Kunden laut Nachbar drauf verlassen, dass bestellte Artikel dank eines europaweiten Netzwerks von Logistikzentren pünktlich ausgeliefert werden.


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