Amazon, PayPal und Co.: Verbraucherschützer warnen vor Phishing

Shopping in der digitalen Welt kann gefährlich sein
Shopping in der digitalen Welt kann gefährlich sein(© 2018 Shutterstock / Zivica Kerkez)

Zu Weihnachten kaufen die Deutschen wieder fleißig Geschenke und greifen immer häufiger auf digitale Plattformen wie Amazon zurück. Der Online-Shoppingboom birgt jedoch auch Risiken, so die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Der Verein warnt vor Phishing-Attacken.

Im Fokus der Betrüger stehen unter anderem Amazon-Kunden, die vermehrt unter Betrugsversuchen zu leiden haben: Bei der Verbraucherzentrale gingen in den letzten Tagen vor Weihnachten zahlreiche E-Mails ein, in denen Nutzer von Phishing-Mails berichteten. Angeblich warnt der Versandriese in einer wichtigen Kundenmitteilung vor Datenmissbrauch.

"Legitimation" erforderlich

"Amazon" fordert in der Betrüger-E-Mail die Daten des rechtmäßigen Kontoinhabers. Andernfalls würde das Konto gesperrt und nur gegen eine Gebühr von 25 Euro wieder aktiviert. "Klicken Sie unter keinen Umständen auf den Link und Ignorieren Sie die E-Mail!", lautet die klare Empfehlung der Zentrale.

Eine Phishing-Welle trifft erneut auch auf Kunden der Sparkasse. Die Bank fordert angeblich zu einer Bestätigung des Kontos auf, andernfalls würden Gebühren anfallen. Die Daten seien aufgrund einer Systemaktualisierung nötig. Die Zentrale sagt: "Lassen Sie sich nicht von der persönlichen Anrede, der Frist und den Gebühren unter Druck setzten." Bankkunden der Sparkasse hat es damit zweimal innerhalb kurzer Zeit erwischt: Sie erhielten erst vor wenigen Tagen eine ähnliche Nachricht von Betrügern. Vereinzelt sind auch Kunden der HypoVereinsbank betroffen.

Wer eine solche E-Mail empfängt, verschiebt sie am besten unbeantwortet in den Spamordner. Das gilt auch für Nutzer von PayPal. Kriminelle versuchen in den letzten Tagen offenbar vermehrt über den Bezahldienst an sensible Daten zu kommen. Wegen "unautorisierter Zugriffe" sei eine "Sicherheitsüberprüfung" notwendig, heißt es in einigen Nachrichten der Betrüger. Obwohl die Mail authentisch wirkt und ihr persönlich angesprochen werdet, handelt es sich um einen Phishing-Versuch. Gebt auf keinen Fall eure Daten ein und prüft erst, woher die Mitteilung wirklich kommt.


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