Amazon testet Einführung eines eigenen Lieferdienstes

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Amazon(© 2014 Amazon)

Amazon testet derzeit einen eigenen Lieferservice, um langfristig unabhängig von traditionellen Logistikunternehmen wie FedEx und UPS zu werden. Wie das Wall Street Journal berichtet, laufen die Testprogramme der Auslieferung über die sogenannte Last Mile bereits in drei Städten.

In San Francisco, Los Angeles und New York fahren bereits grüne Auslieferungstrucks in direktem Amazon-Auftrag. Der Online-Händler plant damit nicht nur Unabhängigkeit von den bisherigen US-Lieferdiensten FedEx und UPS. Der Service wird gehörig erweitert: Frisches Obst und Gemüse sollen die Produktpalette vergrößern und eine schnelle Logistik soll die Auslieferung bestellter Ware noch am selben Tag ermöglichen.

„Last Mile ist die Lösung.“

In England nutzt das Online-Kaufhaus schon länger kleinere Botendienste für die sogenannte letzte Meile zwischen Logistikzentrum und Endkunden. Im Weihnachtsgeschäft war es in den USA zu Lieferengpässen gekommen. Amazon bemängelte in einer Stellenausschreibung auf seiner Website die mangelnden Kapazitäten der traditionellen Lieferdienste, die nicht mit dem Online-Versand mitwachsen. Ein weiterer Faktor bei der Entscheidung sind steigende Kosten von UPS, die für Amazon eine noch immer geringe Gewinnspanne bedeuten: Bei 19,74 Milliarden Dollar Umsatz im ersten Quartal 2014 vermeldet der Dienst nur 108 Millionen Dollar Profit.

Mit einem eigenen Logistikdienst würde Amazon also nach Medienstreaming und Mobilfunk in eine völlig neue Branche einrücken. Wal-Mart, eBay und Google versuchen in den USA bereits Ähnliches – die Luft könnte in einer bereits nahezu gesättigten Branche also trotz technischer Innovation schnell dünn werden.

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