An diesen zehn Orten sind Selfie-Sticks schon verboten

Wimbledon verbietet künftig Selfie-Sticks. Das ist aber nur die Spitze einer Bewegung, die sich gegen ein Einsatz der Smartphone-Stöcke stark macht.

Wimbledon: No selfie stick, please
Der altehrwürdige All England Lawn Tennis Club will keine Handy-Stangen mehr auf dem Vereinsgelände zulassen. "Wie bei anderen sportlichen Großveranstaltungen und kulturellen Attraktionen wird auch Wimbledon keine Selfie-Sticks erlauben", heißt es in den Richtlinien für Besitzer von Eintrittskarten für das Turnier vom 29. Juni bis zum 12. Juli.

Englische Fußballstadien: Stiele zu Waffen
Nicht nur beim ehrwürdigsten Tennisturnier der Welt sind die Arm-Verlängerungen in England untersagt. Auch in den Stadien der Insel gilt ein klares Verbot. Dabei gehören die legendären Fußball-Tempel sicherlich zu den Orten, an denen es die Besucher besonders im Finger juckt, ein anständiges Beweisfoto zu schießen, dass man auch wirklich in der Anfield Road in Liverpool oder in Old Trafford in Manchester war. Hintergrund für den Bann: Die Verantwortlichen machen sich sorgen, dass sich die Stiele auch vortrefflich als Waffe gebrauchen lassen.

Musik-Festivals: Angst vor Prügeleien
Ob beim Neo-Hippie-Festival Coachella in Kalifornien oder bei den deutschen Open-Airs: Immer mehr Festivals sagen „Nein“ zu Selfie-Sticks. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Wie in den englischen Stadien machen sich auch die Musik-Veranstalter sorgen, dass sich die Stangen als Prügelwerkzeug missbrauchen lassen.

Versailles: Adieu, Selfie-Stick
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass gerade im Schloss des französischen Sonnenkönigs Ludwigs XIV. bereits im vergangenen Sommer die Stangen verboten wurden. Denn würde der eitle Monarch heute leben, wäre es sicherlich ein begeisteter Träger dieses zeitgenössischen Stocks.

Louvre: Keine spitzen Gegenstände
Nicht nur vor den Toren von Paris, in Versailles, sind Selfie-Sticks mittlerweile auf der schwarzen Liste. Auch in der französischen Metropole gibt es längst entsprechende Verbote. So verbannte bereits der Louvre die Alustangen aus der Angst, dass die Kunstwerke beschädigt werden könnten.

US-Museen: Schutz der Gemälde
Das französische Museum folgt dabei allerdings nur dem Vorbild vieler US-Ausstellungen. So verlangen in Amerika schon fast alle bekannten Museen, vom MoMa in New York über die Washingtons National Gallery bis zu Kunst-Sammlungen in Los Angeles, einen kompletten Verzicht auf die Smartphone-Verlängerungen.

Berliner Museen: Genauso verboten wie Regenschirme
Noch strenger sind die staatlichen Museen in Berlin. Beim Besuch von Nofretete & Co. sind nicht nur die Selfie-Sticks verboten, sondern grundsätzlich "sperrige und scharfkantige Gegenstände". Das betrifft beispielsweise auch Regenschirme.

Mekka: Verstoß gegen Regeln des Koran
Eine knifflige Koran-Auslegung liegt dem Verbot der Mobiltelefon-Teleskop in Mekka zugrunde. So sollen Selfies gegen die strengen Bilder-Regeln des islamischen Glaubens verstoßen.

Stierlauf von Pamplona: Keine Zeit für Selfies
Alleine die Vorstellung klingt irgendwie absurd: Während man von Stieren verfolgt wird und in einer dichten Menschenmenge vor den aggressiven Tieren flüchtet, bleibt einfach keine Zeit, ein anständiges Porträt zu schießen. Von der Gefahr, andere zu verletzten, einmal abgesehen.

Südkorea: zu teure Lizenzen
Die Gründe für das Verbot der Sticks in Südkorea sind etwas komplexer. Da sie via Bluetooth funktionieren, brauchen sie eine spezielle Zertifizierung. Die ist teuer, und so scheuen die meisten Produzenten diese Ausgaben. Die Folge: Auch wenn die Gadgets in Seoul und Umgebung nicht illegal sind, gibt es kaum Modelle, die gesetzeskonform wären.


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