Android M: Samsung erklärt praktische neue Features

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Android M soll noch in diesem Jahr fertig gestellt werden
Android M soll noch in diesem Jahr fertig gestellt werden(© 2015 CURVED Montage)

Samsung macht sich und seine Nutzer bereit für Android M: Bislang gibt es bis auf wenige Ausnahmen zwar erst Vorabversionen für Entwickler, aber das Google-Betriebssystem lässt wohl nicht mehr lange auf sich warten. Anhand mehrerer Illustrationen möchte der Hersteller von Galaxy S6 und Co. schon jetzt die wichtigsten Vorteile der kommenden Smartphone-Firmware näherbringen.

Sehr anschaulich zeigt Samsung, welche praktischen Features das neue Android M für den Nutzer bereit hält. Gleichzeitig deutet der Smartphone-Hersteller mit diesen Info-Tafeln wohl seine Unterstützung dieser Features in kommenden Modellen an – und womöglich auch für die aktuellen Geräte-Generation.

Android M bringt mehr Sicherheit

Samsung stellt in seinen Schaubildern besonders die neuen Sicherheits-Features von Android M heraus: So soll der Nutzer erstmals auf einfachem Wege volle Kontrolle über die Daten bekommen, auf die eine App zugreifen darf. Wollt Ihr beispielsweise WhatsApp den Zugriff auf den Standort verbieten, müsst Ihr die entsprechende Einstellung bloß antippen. Außerdem zeigt Android M dem Nutzer wie speicherhungrig einzelne Programme sind. So lassen sich RAM-Fresser leichter identifizieren und aus dem System tilgen.

Des Weiteren sollen sich Anwender bei Android M weniger sorgen um ihre Daten machen müssen. Über die Auto-Backup-Funktion sollen wichtige Dateien automatisch per Google Drive in der Cloud online gesichert werden. Bis zu 25 MB Online-Speicher pro App stellt Google den Nutzern hierfür bereit. Ebenso sollen die im Vergleich zu Android 5.1 Lollipop umfangreicheren Energiespar-Optionen mehr Laufzeit aus Akkus herausgekitzeln.

Entsperren per Fingerabdruck – wie bei Apples iPhone

Die letzte Neuheit von Android M, die Samsung bewirbt, dürfte Apple-Nutzern nur ein müdes Lächeln entlocken: Android M bindet den Fingerabdruckscanner nativ ins System ein. Dadurch können Android-Smartphones nicht nur per Fingerabdruck entsperrt, sondern Käufe im Google Play-Store quittiert oder Passwort-Eingaben vereinfacht werden. Bei Apple ist dies allerdings schon seit dem iPhone 5s möglich.

Ob die Vorstellung von Android M-Features nun auch bedeutet, dass bald die Endversion des Systems fertiggestellt ist, bleibt unklar – auch wenn Samsung womöglich als einer der Ersten über Googles Pläne informiert wird. Doch selbst wenn Google das fertige Android M vorstellt, dürfte es noch eine Weile dauern, bis Samsung das System für aktuelle Geräte wie das Galaxy S6 Edge Plus oder das Galaxy Note 5 angepasst hat. Die ersten Smartphones mit Android M werden wohl wie gewöhnlich unter der Marke Google verkauft werden: Noch im Herbst werden frische Versionen des Google Nexus 5 (2015) und Nexus 6 (2015) erwartet – womöglich mit vorinstalliertem Android M.

Android M
Android M(© 2015 Samsung)

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