Android Malware: Gingerbread und Ice Cream Sandwich am meisten gefährdet

Im dritten Quartal 2012 wurden Smartphones und Tablets mit Android 2.3 Gingerbread und mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich am häufigsten angegriffen.

„Obwohl Gingerbread bereits im September 2011 auf den Markt kam, ist es bei mobilen Anwendern auch heute noch sehr beliebt. Das lockt auch Cyberkriminelle an“, so Yuri Namestnikov, Senior Malware Analyst bei Kaspersky Lab. „Ice Cream Sandwich ist bei Nutzern und daher auch bei Cyberkriminellen sehr populär, weil es als neueres mobiles Betriebssystem besser für Online-Aktivitäten geeignet ist. Leider landen viele Anwender beim mobilen Surfen am Ende dann auf infizierten Webseiten.“[ad id="mobile_half"]

Weniger Malware, aber immer noch zu viel

Zwischen Juli und September 2012 entdeckten die Sicherheitsforscher über 9.000 neue Malware-Modifikationen für Android. Damit ist die Anzahl neuer Schädlinge im Vergleich zum vorigen Quartal zwar gesunken, aber immer noch höher als am Jahresanfang. Über die Hälfte aller mobilen Schädlinge sind SMS-Trojaner, die teure SMS an kostenpflichtige Nummern versenden – ohne das Wissen des Nutzers. Das böse Erwachen folgt erst bei der nächsten Handy-Rechnung. Mit Android 4.2 sollte hier aber Besserung eintreten, denn bei der neuen OS-Version hat Google eine Funktion eingebaut, die den Nutzer vor dem Versand einer SMS an eine kostenpflichtige Nummer warnt.

Schädlinge tarnen sich

Ebenfalls sehr beliebt bei den mobilen Schädlingen sind mobile Trojaner. Sie greifen sensible Daten ab und können über Steuerungs-Server Befehle erteilen. Oftmals sind Schadprogramme als bekannte Apps wie beispielsweise Opera mini getarnt. Viele werden über alternative App Stores verbreitet. Auch hier dürfte Android 4.2 zumindest in gewissem Maße einen Riegel vorschieben. Denn der Nutzer hat die Möglichkeit, sich vor der Installation von verdächtigen Apps warnen zu lassen.

Vorsicht ist das erste Gebot

Auch wenn die Zahlen der Malware im letzten Quartal rückläufig waren, Vorsicht ist dennoch geboten. Nutzer sollten daher immer gut überlegen, was sie installieren und woher die Anwendung stammt. Im Zweifelsfall sollte man lieber einmal auf ein Programm verzichten, wenn man sich nicht sicher ist. Sinnvoll ist es außerdem, vor der Installation genau die Berechtigungen zu studieren, die die App verlangt. Hier lassen sich verdächtige Apps oft schon aufspüren.