Android Q: Apps dürfen WLAN nicht mehr ein- und ausschalten

Android Q auf dem Pixel 3XL
Android Q auf dem Pixel 3XL(© 2019 CURVED)

Google bemüht sich kontinuierlich die Sicherheit von Android-Smartphones zu verbessern. Aus diesem Grund wird Android Q die Berechtigungen von Apps einschränken. Unter anderem können Anwendungen euer WLAN künftig nicht mehr an- oder ausschalten.

Das geht aus dem offiziellen "Android Developers"-Blog hervor. Google empfiehlt Entwicklern, in ihren Apps ein Menü anzuzeigen, über das sich das WLAN vom Nutzer manuell an- und ausschalten lässt. Für manche Anwendungsszenarien dürfte es sich dabei tatsächlich um einen akzeptablen Workaround handeln – etwa, wenn ihr ein Gerät über Googles Home-App einrichten wollt. Andere Anwendungen könnten durch den Entzug der Berechtigung dagegen wichtiger Funktionen beraubt werden.

Sicherheit auf Kosten von Funktionen?

Hart trifft die in Android Q eingeführte Neuerung unter anderem Smart-Home-Anwendungen, die auf Automatisierung spezialisiert sind. Ein Beispiel dafür ist etwa IFTTT für Android. Die App kann für euch automatisch das WLAN aktivieren, wenn ihr nach Hause kommt. Wenn ihr die eigenen vier Wände verlasst, schaltet IFTTT euer WiFi aus, wenn ihr das so eingestellt habt. Funktionen wie diese lassen sich durch den von Google empfohlenen Workaround wohl nicht aufrechterhalten.

In der ersten Vorschauversion für Entwickler ist die Neuerung bereits implementiert. Sie betrifft alle Anwendungen, die unter Android Q laufen. Zu den weiteren Anpassungen zählt, dass Apps nur noch dann Kamera-Informationen erhalten, wenn ihr ihnen Zugriff auf euer Smartphone-Objektiv gewährt. Eine öffentliche Testversion von Android Q steht seit Kurzem zum Download bereit. Wie ihr diese auf eurem Smartphone installiert, erklärt euch Marco.


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