Android Q: Das verrät die zweite Beta über Neuerungen des großen Updates

Die "Android Q Beta 2" ist nun unter anderem für das Google Pixel 3 XL verfügbar
Die "Android Q Beta 2" ist nun unter anderem für das Google Pixel 3 XL verfügbar(© 2019 CURVED)

Einige Wochen nach der ersten hat Google Anfang April 2019 die zweite Beta zu Android Q veröffentlicht. Die Testversion rollt derzeit für sämtliche Pixel-Smartphones des Unternehmens aus – und liefert neue Erkenntnisse über das, was Android-Nutzer in Zukunft erwartet.

Wenn ihr die "Android Q Beta 2" selbst ausprobieren wollt, benötigt ihr zum einen ein Google-Smartphone wie das Pixel 3 XL. Außerdem müsst ihr euch auf der offiziellen Webseite für das Testprogramm anmelden. Dort seht ihr auch stets, für welche mit eurem Google-Konto verknüpften Geräte die jeweils aktuelle Testversion zur Verfügung steht. Wenn ihr bereits angemeldet seid, sollte auch zweite Beta zu Android Q in Kürze erreichen.

Besseres Multitasking mit Bubbles

In Android Q führt Google offenbar ein neues Multitasking-Feature namens "Bubbles" ein: Über diese Blasen sollen euch im Hintergrund laufende Apps Benachrichtigungen anzeigen können. Das Betriebssystem blendet die "Bubbles" am unteren Bildschirmrand ein. Dort überlagern sie die aktuell geöffnete Anwendung. Der folgende Tweet veranschaulicht, wie etwa Messenger die "Bubbles" einsetzen könnten. Nutzer haben die Möglichkeit, direkt in der Blase auf eine eingehende Nachricht zu antworten – ohne die aktive App verlassen zu müssen. Das Feature erinnert ein wenig an die "Chat Heads" im Facebook Messenger.

Google zufolge handele es sich dabei aber nur um eines von vielen Anwendungsszenarien. Die "Bubbles" sollen es euch zudem ermöglichen, aktuelle Aufgaben oder eure Anrufliste im Blick zu behalten. Darüber hinaus könnten sie etwa bei Übersetzungen zum Einsatz kommen oder euch Notizen anzeigen. Die "Bubbles" sind offenbar als Alternative zum Split-Spreen von Android gedacht.

Scoped Storage schränkt Zugriff von Apps ein

Die zweite Beta von Android Q führt "Scoped Storage" für Apps ein: Anwendungen können Daten ohne eure explizite Erlaubnis in einer eigenen Sandbox speichern. Also in einem Bereich, der vom Rest des Systems isoliert ist. Um Daten in übergreifenden Bereichen zu sichern, benötigen sie eine von euch erteilte Berechtigung. Das ist etwa dann der Fall, wenn die Anwendungen auf eure Mediathek zugreifen wollen, um dort Bilder abzulegen oder aufzurufen.

App-Wechsel: wie in iOS, nur schlechter

Nicht in Googles Blog-Post erwähnt sind die Änderungen an der Android-Gestensteuerung, auf die 9to5Google gestoßen ist. Der Webseite zufolge habe sich Google wohl von Apple inspirieren lassen. Die Funktionsweise lasse sich am besten wie folgt beschreiben: "iOS, aber schlechter." Wie in vorangegangenen Versionen stehe euch am unteren Bildschirmrand ein schmaler Indikator-Balken ("Pille") zur Verfügung.

Darüber sollt ihr künftig zwischen einzelnen Apps wechseln können, indem ihr auf der "Pille" schnell nach links oder rechts wischt. Die Reihenfolge entspreche dabei der, in der ihr die Anwendungen ursprünglich geöffnet habt. Zumindest aktuell soll das aber noch nicht gut funktionieren. XDA Developers zufolge lässt eine versteckte Einstellung zudem den Zurück-Button verschwinden. Im Gegenzug verbreitere sich dann der Indikator-Balken, der dadurch sehr an seinGegenstück auf iPhone Xs und Co. erinnern soll.

Emulator für faltbare Smartphones

Zusammen mit "Android Q Beta 2" hat Google einen Emulator veröffentlicht. Er soll Entwicklern zeigen, wie die Displays von faltbaren Smartphones ihre Apps anzeigen werden. Dabei hat sich Google auf zwei Bildformate konzentriert, die euch bekannt vorkommen könnten: Der Emulator demonstriert die Darstellung auf einem 7,3-Zoll-Screen, der zusammengeklappt auf 4,6 Zoll schrumpft. Außerdem veranschaulicht er die Anzeige auf einem 8-Zoll-Bildschirm, der zusammengefaltet 6,6 Zoll in der Diagonale misst. Displays, die sich so verhalten, kommen im Samsung Galaxy Fold und im Huawei Mate X zum Einsatz.


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