Sicherheitsforscher behauptet: Android-Smartphones sind sicherer als PCs

Verpasste Updates oder nicht: Aktuelle Android-Geräte sind dadurch wohl nicht gleich unsicher
Verpasste Updates oder nicht: Aktuelle Android-Geräte sind dadurch wohl nicht gleich unsicher(© 2018 CURVED)

Jeden Monat veröffentlicht Google ein Sicherheitsupdate für Android-Smartphones, das Angriffslücken im System schließt. Auch wenn ein Gerät ein paar der Patches nicht erhält, soll das noch kein Grund zur Sorge sein. Offenbar sind viele Geräte mit Android-Betriebssytem immer noch sicher genug.

Gerade erst hieß es, dass viele Smartphone-Hersteller bei den Sicherheitsupdates "schummeln" und einige Modelle nicht alle Aktualisierungen erhalten, obwohl sie vorgeben auf dem aktuellen Stand zu sein. Laut Sicherheitsforscher Karsten Nohl ist das aber kein Problem, berichtet Android Authority. Insgesamt seien viele Android-Smartphones immer noch sichererer als der durchschnittliche Windows-Computer – selbst wenn sie nicht alle Patches erhalten haben.

Gefahr nur für ältere Modelle

Geräte mit Android-Betriebssystem sollen mehrere Sicherheitsmechanismen besitzen. Wenn nur einer dieser Mechanismen einen Angriffspunkt aufweist, ist das wohl kein Problem. Um das OS zu hacken, ist die Nutzung von gleich mehreren Sicherheitslücken erforderlich, so der Experte. Zudem habe es bisher noch keinen groß angelegten Angriff auf Android-Geräte gegeben. Ihr müsst euch demnach nicht um die Sicherheit eurer Daten sorgen, wenn euer Modell nicht alle Patches erhalten hat.

Anders sieht das vielleicht aus, wenn ihr ein günstiges und mehrere Jahre altes Android-Smartphone besitzt, das schon seit einer ganzen Weile keine Sicherheitsupdates mehr erhalten hat. Hier empfiehlt der Experte, auf ein aktuelles Modell umzusteigen, das regelmäßig Aktualisierungen erhält – sofern ihr Bedenken bezüglich der Gerätesicherheit habt. Da es wirklich viele Smartphones mit Android im Handel gibt, ist es für die Hersteller schwer, die wichtigen Sicherheitsupdates für alle Modelle rechtzeitig zur Verfügung zu stellen. Immerhin sind mehrere Anpassungen dafür nötig. Wie viel Aufwand hinter einer Aktualisierung steckt, hat Sony vor einer Weile skizziert.


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