Android- und iOS-Apps für MEGA angekündigt

Via Twitter hat Kim Schmitz für seinen neuen Online-Dienst MEGA Apps für Android, iOS, Mac, Windows und Linux angekündigt. Laut Schmitz sind die Clients aktuell in Entwicklung und werden bereits in den kommenden Wochen veröffentlicht.

MEGA bietet aktuell seinen registrierten Nutzern 50 GB kostenlosen Web-Speicher an. Der Upload läuft einfach über Drag- und Drop im Webbrowser. Was auf den ersten Blick vielleicht gut klingt, aber nicht viel Charme hat - die Nutzer wollen einfache Programme, mit denen sie den Dienst befüttern können. Die werden sie laut MEGA-Gründer Schmitz auch bald bekommen. "Nur noch ein wenig Geduld", schreibt er bei Twitter.


 

 

10.000 US-Dollar Hacker-Prämie

Die Verwaltung der Daten soll durch die Apps für die verschiedenen Endgeräte erleichtert werden. Die Apps für mobile Systeme sollen dann unterwegs den verschlüsselten Upload garantieren. Die Sicherheit ist auch der Schlüssel für den Erfolg des Online-Speichers. Schmitz bietet eine Prämie von 10.000 US-Dollar für den ersten Hacker, der das MEGA-Sicherheitssystem knackt. Schmitz dürfte jedoch in Punkto Sicherheit nicht unbedingt seine Kunden im Hinterkopf haben, sondern vielmehr seine höchsteigene Absicherung in Sachen eventuell nachzuweisenden Urheberrechtsverletzungen.

Windows-Client im Beta-Test

Laut Schmitz sind einige der MEGA-Clients nur noch wenige Wochen von der Veröffentlichung entfernt. In einem Blogeintrag stehen die Apps in der Roadmap mit aufgelistet. Als angedachte Funktionen werden Sync zwischen verschiedenen Plattformen und der mobile Zugriff genannt. Der Windows-Client soll bereits im Beta-Stadium sein und dürfte demnach als erstes veröffentlicht werden.

Ob es die MEGA-Apps aber auf normalen Wege zu den Nutzern schaffen, ist fraglich: MEGA steht in der Kritik, Urheberrechtsverletzungen besonders leicht zu machen und damit komplett in die Fußstapfen des abgeschalteten MEGAUPLOAD zu treten. Ob Unternehmen wie Apple oder Google daran ein Interesse haben, solche Apps in ihre Stores zu lassen, steht eigentlich gar nicht zur Diskussion.