Android-Verteilung: Jelly Bean holt Ice Cream Sandwich ein

Ganz knapp liegt Jelly Bean jetzt vorn, insgesamt sind die beiden aktuellsten Versionen von Googles mobilem Betriebssystem auf 28,4 Prozent aller Geräte installiert, Ice Cream Sandwich bringt es auf 27,5 Prozent. Damit hat Jelly Bean um 3,4 Prozent zugelegt, während Ice Cream Sandwich 1,8 Prozent verloren hat.

Android 4.1 liegt weit vor Android 4.2 Jelly Bean

Im ersten Moment hört sich das gut an. Doch bei genauerem Hinsehen werden zwei Fakten deutlich: Die große Mehrheit der Geräte, die bereits mit Jelly Bean laufen, betrifft noch Android 4.1. Nur 2,3 Prozent aller Androiden sind schon mit der neueste Version Android 4.2 ausgestattet. Und die am stärksten vertretene Version ist nach wie vor Android 2.3 Gingerbread mit 38,5 Prozent, obwohl auch hier ein Rückgang um 1,3 Prozent zu verzeichnen ist.

Android 2.3 Gingerbread läuft auf den meisten Geräten

Letzteres mag daran liegen, dass viele Nutzer eben nicht ständig ein neues Smartphone kaufen und viele ältere Geräte nicht weiter aktualisiert werden. Es ist die Krux von Android, dass Google zwar relativ häufig neue Versionen veröffentlicht, was für die Nutzer aktueller Geräte sicherlich positiv ist, dass aber Geräte, die mal zwei Jahre auf dem Buckel haben in der Regel keine Updates mehr erhalten.

Hersteller kommen mit Updates nicht nach

Aus Sicht der Hersteller ist das durchaus nachvollziehbar – nicht nur, weil die Hersteller natürlich ihre neuen Geräte verkaufen wollen, sondern auch, weil es beinahe ein Ding der Unmöglichkeit ist, bei den vielen Smartphones, die manch ein Hersteller veröffentlicht, alle über einen längeren Zeitraum mit aktuellen Android-Versionen zu versorgen. Für den Durchschnitts-Nutzer dürfte das in den meisten Fällen auch gar nicht so wichtig sein, auch wenn es natürlich schade ist, dass viele Android-User die vielen neuen Features, die Google dem Mobil OS in letzter Zeit spendiert hat, gar nicht nutzen können.