Android Wear enthüllt: Das kann Googles Smartwatch-OS

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Auf der Google I/O war unter anderem das neue OS Android Wear zu sehen
Auf der Google I/O war unter anderem das neue OS Android Wear zu sehen

Die Smartwatch soll der Schlüssel zur mobilen Welt sein: Auf der hauseigenen Entwicklerkoferenz Google I/O hat das Unternehmen aus Mountain View sein Wearable-Betriebssystem Android Wear präsentiert – und damit auch, was Android-Smartwatches künftig können sollen und wie all das funktioniert.

Android Wear begreift die Smartwatch quasi als verlängerten Arm Eures Smartphones, aber auch anderer kompatibler Geräte wie dem ebenfalls auf der Google I/O präsentierten Android TV. Die Geräte sollen dabei Hand in Hand gehen, sodass alles, was auf der Smartwatch bereits gesehen und erledigt wurde, auch entsprechend auf dem Smartphone abgehakt oder angelegt ist. Umgekehrt sollen die wichtigsten Benachrichtigungen und Funktionen des Smartphones ihren Weg auf das Android Wear-Gerät am Handgelenk finden, um schnell und einfach greifbar zu sein.

Simples, intuitives Bedienkonzept

Android Wear hat zunächst einmal einen Home Screen, dank des stets eingeschalteten Displays sozusagen das Zifferblatt der Smartwatch. Haltet Ihr hier eine Weile den Finger drauf, könnt Ihr dessen Ansicht ändern. Mit Wischgesten nach oben und unten wird durch Benachrichtigungen und Anwendungen navigiert. Einige von ihnen bieten zusätzliche Optionen, zu denen es nach rechts geht. Beispielsweise bei einem Anruf: Wenn das Smartphone klingelt, erscheint auf der Smartwatch eine entsprechende Benachrichtigung und ein Wischen nach rechts beantwortet den Anruf – abgelehnt wird mit einem Herunterwischen.

Natürlich könnt Ihr mit Eurer Smartwatch auch reden, zumal Android Wear ohnehin viel von einem Google Now fürs Handgelenk hat. So können beispielsweise Notizen angelegt werden, auch wenn das bei der Bühnenpräsentation auf der Google I/O nicht recht funktionieren wollte. Auch Googles Suchfunktion, einen Musik-Player, Erinnerungen und Timer bietet Android Wear, ebenso wie die Möglichkeit, eigens angepasster Apps von Drittanbietern.

Die ersten Android Wear-Smartwatches

Zu Präsentationszwecken zog Google mit Geräten wie dem Moto 360, der LG G Watch oder Samsungs Gear Live gleich mehrere Smartwatches namhafter Hersteller heran. Die beiden letztgenannten sollen bereits nach der Präsentation im Play Store erhältlich sein – vermutlich zunächst nur in den USA. Motorolas runde Moto 360 hingegen wird erst im weiteren Verlauf des Jahres auf den Markt kommen. Ihnen allen, und allen anderen Android Wear-Geräten auch, soll eines gemein sein: Sie sind wasserdicht!

Nochmal zum TV: Google macht den Traum vieler Männer wahr, die in den Achtzigern David Hasselhoff als Michael Knight in "Knight Rider" mit seiner Uhr am Handgelenk haben sprechen sehen. So sollen Nutzer künftig über die Smartwatch per Sprachbefehl den Fernseher steuern können.  Dabei ist wirklich jede App für die Bedienung auf der Uhr angepasst.

Google I/O 2014: Rezept-Tipps am Handgelenk mit Android Wear

Auf der Keynote zeigte Google etwa eine Rezept-App, die die einzelne Schritte per Wischbefehl aufs Uhrendisplay bringt. Kein verschmiertes Smartphone mehr in der Küche - das nennen wir Fortschritt. Andere Anwendungsmöglichkeit, die auf der Keynote vorgestellt wurde: Ihr bestellt eine Pizza übers Handgelenk. Ganz einfach!

Wer jetzt allerdings eine Fülle von Uhren mit Android Wear im Laufe der nächsten Wochen erwartet, den müssen wir enttäuschen: Lediglich die Moto 360 kommt im Laufe des Jahres in den Handel. Auf einer Sonderseite informiert das Unternehmen über die Fortschritte, die sein Betriebssystem künftig machen wird. Alle weiteren Infos bekommt Ihr natürlich auf CURVED.


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