Anonymous verurteilt Neonazis

Am  Montag hat die Gruppe Anonymous eine Plattform unter dem Operationsnamen "Blitzkrieg" gestartet. Auf dieser legen sie sich mit Neonazis an, indem sie angebliche NPD-Spender-Listen veröffentlichen.

Im Rahmen der "Operation Blitzkrieg" haben Hacker, die Anonymous nahestehen sollen, unter anderem eine angebliche Spender-Liste der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) auf einer Webseite gespeichert. Unterdessen legten sie zahlreiche Homepages von NPD-Anhängern lahm. Darunter befindet sich das Portal "Altermedia Deutschland" und das Parteiorgan "Deutsche Stimme", wie Die Welt berichtet. Per Twitter bekannten sich die Hacktivisten zu der Tat. Die Untergruppe "Operation Blitzkrieg" hat Anonymous vor einiger Zeit ins Leben gerufen. Wie lange die Aktion genau geplant war, ist nicht bekannt. Dass viele Hacker generell gegen die NPD sind, zeigte sich in gewisserweise letzte Woche auf der Konferenz des CCC (28C3) in Berlin. Dort wurde im Untergeschoss des Veranstaltungsgeländes zeitweise verstärkt auf Webseiten der NPD abgefeuert. Das Ziel war offensichtlich die Lahmlegung der Webpräsenzen.

Die durch Anonymous aufgestellte Plattform gegen Neonazis soll Berichten zufolge technisch leicht aufgebaut sein und einem Blog ähneln. Per E-Mail könne ein User Informationen einbringen. Die Domain soll bereits am 18. Dezember 2011 registriert worden sein.
Wie das Hamburger Abendblatt unter Berufung auf ein Internet-Forum schreibt, sind sich NPD-Sympatisten nicht einig über ihre Vorgehensweise. Ein anonymes Mitglied kommentiert im Bezug auf den aktuellen Plott: „Da werden noch ein paar folgen fürchte ich.“
Eine Stellungnahme der NPD dazu liegt noch nicht vor.

Während sich Altermedia, das als eines der Sprachorgane gilt, zeitweise zurückmeldet, sind die anderen Webseiten weiterhin offline. Wie lange die Lage anhalten wird, ist derzeit noch völlig unklar.