Anonymous wurde gehackt

Der Kampf unter den Hackern hat längst begonnen. Nun ist Anonymous ins Feuer der Gefechte geraten. Bei einem Angriff wurde das Kollektiv stark verwundet, was aber nicht das Aus für die Gemeinschaft bedeutet. Im Gegenteil, denn eine "Idee kann man nicht töten".

Die Vereinigung mit dem Namen "TeamPoison" veröffentlichte Mitgliederdaten, wie zum Beispiel Passwörter, von Lulz Security und Anonymous. Um an diese Informationen zu gelangen, wurde der wichtigste IRC-Chat gehackt. Er war unter der Adresse "irc.anonops.li" zu erreichen und diente als Kommunikationsmittel, um sich über die nächsten Operationen auszutauschen. TeamPosion bezeichnete die beiden Gruppen als "Script Kiddies", weil sie selbst keine echten Hackertools programmieren, sondern nur DDoS-Attacken ausüben. Dabei wird mit einem Tool ständig dieselbe Seite aufgerufen, bis diese überlastet ist.

Über Twitter teilte Anonymous mit, dass man noch viele andere Wege, zur Verständigung unter den Mitgliedern, habe.

Nicht der erste Angriff

Dass Anonymous gehackt wird, ist nichts Neues. Als das Kollektiv sein neues soziales Netzwerk "Anonplus" vorstellte, wurde es kurz darauf von türkischen Crackern defaced. Anonymous war zuvor gegen Websites eines türkischen Nationalisten, Kreationisten und Holocaust-Leugners vorgegangen. Das wollte die Gruppe nicht haben. Zudem schrieben sie, dass Anonymous niemals "sozial" sein kann. Die Angreifer verkündeten: "Wie könnt ihr es wagen, euch gegen die Welt aufzulehnen?"
Nach diesen Ankündigungen hatte sich ein an Anonplus arbeitendes Anonymous-Mitglied geäußert und angekündigt, dass man das soziale Netzwerk umbennen werde. Schließlich gehe es nicht um Anonymous, sondern um die freie Meinungsäußerung. Solange kein schlechtes Wort über die Türkei fallen wird, werden die Hacker vermutlich fern bleiben. Außer die Diskussionen richten sich gegen die Türkei oder erzkonservative religiöse und moralische Vorstellungen.