App-gefahren: Frau angeblich bei Uber-Fahrt gekidnappt

Lost in L.A.: Der Fahrdienst Uber beschert einer Frau angeblich den Albtraum ihres Lebens
Lost in L.A.: Der Fahrdienst Uber beschert einer Frau angeblich den Albtraum ihres Lebens(© 2014 Uber, CURVED Montage)

Horror-Heimfahrt mit Uber: Der amerikanische Mitfahrdienst muss sich gegen die Entführungsvorwürfe einer jungen Frau wehren, die nach eigener Aussage einen zweistündigen Albtraum auf Rädern erlebt haben will. Wie das Blog Valleywag berichtet, steht das vermeintliche Kidnapping-Opfer nun im Kontakt mit Anwalt und Polizei. Die Ordnungshüter und Uber ziehen ihre Geschichte allerdings in Zweifel.

Party vorbei, also ab nach Hause – das dachte sich eine Frau in Los Angeles und bestellte sich ihren persönlichen Chauffeur über den Fahrdienst UberX. Eigentlich sollte die Heimfahrt lediglich 20 Minuten dauern. Doch die vermeintliche Kurzstrecke entwickelte sich laut der Frau zu einem zweistündigen Albtraum. Angeblich habe der Fahrer ihre Anweisungen und Fragen ignoriert. Stattdessen soll er sie mitten in der Nacht zu einem verlassenen Parkplatz gebracht haben. Als die verängstigte Frau daraufhin aus dem Auto flüchten will, versperrt ihr "Kidnapper" die Türen. Erst als sie schreit, bringt er sie schließlich doch noch nach Hause.

Als das vorübergehende Entführungs-Opfer am darauf folgenden Tag Uber kontaktiert, erhält sie lediglich eine automatisierte E-Mail mit einer Entschuldigung für die "ineffiziente Route" sowie einen Teil des Fahrpreises zurück. Über die vermeintliche Entführung fällt von Ubers Seite aus kein einziges Wort. Unterdessen schaltet die Frau einen Anwalt und die Polizei ein, einen Tag später erstattet Uber ihr den Rest ihres Fahrpreises.

Die anderen Seiten der Geschichte

Allerdings sieht sich das Unternehmen genötigt, seine Version der Geschichte zu erzählen. Laut The Verge erklärt Uber-Sprecherin Eva Behrend, dass frühere Berichte über die betreffende Fahrt inkorrekt sind. Nach Ubers Informationsstand sei die Frau betrunken gewesen und hätte eine längere Fahrt gewünscht. Weiterhin wollte der Fahrer angeblich helfen und habe sogar die Notfall-Rufnummer  911 gewählt, um Hilfe zu rufen. Die Polizei wiederum gibt an, weder vom Fahrer besagten Anruf noch von der Frau eine Beschwerde oder Anzeige erhalten zu haben. Uber wolle allerdings noch weitere Details vom Fahrer einholen. Die ganze Wahrheit kennen wie so oft wohl nur die betroffenen Akteure dieser kuriosen Geschichte.

Darüber hinaus wäre es nicht das erste Mal, dass Uber mit seiner Taxi-Alternative negative Schlagzeilen macht. Der San Francisco Chronicle berichtete im September 2014 über eine Hammer-Attacke eines Uber-Fahrers auf seinen Fahrgast. Ein weiterer Uber-Kunde sei in Washington in eine unfreiwillige Verfolgungsjagd geraten. In Deutschland hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Hamburg sowie das Verwaltungsgericht in Berlin den Dienst von Uber übrigens erst im September verboten – allerdings nicht wegen etwaigen Abenteuerfahrten sondern grundsätzlichen Bedenken des rechtlichen Standpunkts der Taxi-Konkurrenz.


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