App gegen Akne ist irreführend

Die US-Bundeshandelskommission hat eine App als irreführend eingestuft, die nach Angaben des Herstellers zu einer fast Akne-freien-Haut hätte führen müssen, was sie nicht tat.

Es gibt für viele Sachen in unserem Leben auch Apps, die uns den Alltag erleichtern wollen - oder auch nicht. Im folgenden Fall hat sie nicht wirklich etwas genützt, was die US-Bundeshandelskommission, kurz FTC, nun bestätigt. Damit hat sie wohl alle Jugendlichen enttäuscht, die Pickel anstatt schöner, glatter Haut sehen. Die App sollte vor der weitverbreiteten Akne helfen.

Die Entwicklerfirmen "DermApps" und "Acne Pwner" gaben nun der Klage-Welle nach und bestätigten, dass ihr kleiner Helfer keine wissenschaftliche Wirksamkeit hat, was "derStandard.at" gestern berichtete.

Der Vorsitzende des FTC machte klar, dass Apps vieles, aber nicht alles erleichtern:
„Smartphones machen unser Leben in vielerlei Hinsicht leichter, aber eine App gegen Pickel gibt es leider nicht".
Die US-Bundeshandelskommission ist zum ersten Mal gegen eine gesundheitliche Behauptung vorgegangen.

Licht sollte helfen

Das Licht, das von der App abgegeben wird, soll nach nur wenigen Minuten täglich zum Erfolg führen, so der Hersteller.
Jeder, der dieses kleine "Wundermittel" haben wollte, musste die Anwendung namens "Acne Pwner" für 99 Cent erwerben. Ca. 3.300 Personen kauften die Erfindung. Bei der "AcneApp" waren es sogar 11.600.

Die AcneApp begründet sich wie folgt: "Diese Applikation wurde von einem Dermatologen entwickelt. Das British Journal of Dermatology hat eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass blaues und rotes Licht P-Akne-Bakterien, die als Hauptgrund für Akne gelten, tötet und damit Hautunreinheiten um 76 Prozent verringert."

Leider hat der Hersteller etwas verschwiegen, wie Standard.at weiter schreibt. Bei der Durchführung der Studie mussten zusätzlich Cremes und Balsame aufgetragen werden.