App nur für Frauen: Mit Lulu über Männer lästern

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Wie war er im Bett? Auch das  Stehvermögen können Frauen mit Lulu bewerten
Wie war er im Bett? Auch das Stehvermögen können Frauen mit Lulu bewerten(© 2014 iStock.com/tobiaschu)

Die Zeiten sind vorbei, in denen Frauen sich auf Facebook oder am Telefon über die Qualitäten der Ex-Freunde oder peinliche Dates unterhalten müssen – mit der App Lulu ist auf dem Smartphone sozusagen ein Lästern 2.0 möglich. In den USA wird die Anwendung immer beliebter, ruft aber auch Datenschützer auf den Plan.

Doch was genau können Frauen mit Lulu machen, was Männer erzittern lässt? Wer die App installiert hat, kann seine männlichen Facebook-Kontakte bewerten und in Kategorien einordnen, ohne dass diese etwas mitbekommen.

So lassen sich Ex-Freunde, One-Night-Stands oder gute Bekannte mit vordefinierten Aussagen belegen – etwa #PornEducated, #WritesLovesongs und #WantsBabies – und deren Eigenschaften auf einer Skala von 1 bis 10 benoten.

Wie viel Humor hat er? Wie sieht er aus? Und wie gut ist er eigentlich im Bett? Auch persönliche Daten können hinterlegt werden, etwa das Alter und der Beziehungsstatus. Alle diese Bewertungen sind für jeden Lulu-Nutzer sichtbar – übrigens samt Foto aus dem Facebook-Profil.

Kritiker sehen in Lulu eine sexistische App

Das provokante System hinter der App bringt auch in den USA nicht nur positives Echo hervor: Kritiker sehen Lulu als sexistisch an und malen sich aus, was es für ein Medienecho gegeben hätte, wenn die App sich umgekehrt an Männer gerichtet hätte, die Ihre Ex-Freundinnen bewerten. Problematisch ist auch, dass auf diese Weise ein Benutzerprofil angelegt wird, über das die bewertete Person keinen Einfluss hat, geschweige denn davon weiß.

Zumindest in Deutschland können Männer sich vorerst sicher fühlen – die App ist zwar schon vor einem Jahr erschienen und wird hauptsächlich in den USA und in Großbritannien genutzt. Gerade in Übersee soll sie sich von der Nischen-App hin zum Mainstream entwickelt haben, zumindest sieht Gründerin Alexandra Chong das so. Im Oktober erzählte sie in einem Interview, dass rund ein Viertel aller College-Studentinnen die Anwendung nutzen würde.


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