App Store: Apple verklagt Amazon

Für Amazon gibt es kostenlose Werbung: wenige Tage vor der Eröffnung des "appstore" für Android flattert eine Klage aus Cupertino ins Haus. Apple wirft Amazon Markenrechtsverletzung vor.

Das Versandhaus möchte Apps und und Inhalte für Android-Geräte bereitstellen - gegen den Willen von Apple. Der Konzern hat eine einstweilige Verfügung beantragt, die Amazon die Bezeichnung "appstore" verbieten soll, da eine zu starke Ähnlichkeit zu Apples "App Store" besteht. Sollte die Klage gelingen, könnte sich der Start der Amazon-Plattform verzögern.

Kann man App Store als Marke schützen?

In der Klage heißt es, Amazon bediene sich widerrechtlich Apples Marke und bringe diese in Zusammenhang mit Amazons Entwicklerprogramm. Die Bezeichnung "App Store" wurde von Apple als Marke registriert und darf nur mit dem hauseigenen Betriebssystem iOS verwendet werden. Zuvor hatte Apple das Versandhaus mehrfach darauf hingewiesen, die Nutzung des Begriffes App Store zu unterlassen, so eine Sprecherin des Unternehmens, "es verwirre die Kunden und führe zu Verwechslungen, wenn nun auch Amazon mit dem Markennamen App Store hantiere."

Dieser Markenantrag ist jedoch stark umstritten und wird unter anderem von Microsoft bekämpft. Mit Aussicht auf Erfolg - denn der Begriff App Store könnte als "allgemeiner Begriff" für eine Verkaufsplattform von Programmen gar nicht markenrechtlich schützbar sein. Apple argumentiert, jeder bringe "App Store" mit Apple in Zusammenhang.

In einem Punkt sind ich Amazon und Apple jedoch einig: Beide Anbieter bekommen eine Provision von 30 Prozent für ein verkauftes Programm. Die Hoffnung der Android-Entwickler, durch den Amazon Store mehr Geld durch ihre Programmer zu verdienen, schwindet.