Zu gut für die Tonne: App gegen Lebensmittelverschwendung

82 Kilogramm an Lebensmittel wirft jeder Deutsche durchschnittlich Jahr für Jahr in den Müll. Das kam bei einer Studie der Universität Stuttgart ans Licht. Am Dienstag stellte Bundesernährungsministerin Ilse Aigner zusammen mit Spitzenkoch Christian Rach in Berlin eine App vor, die mehr Nahrung vor dem Abfall bewahren soll. 50 Prominente und Starköche haben ihre Ideen in die Anwendung mit einfließen lassen.

Vermeidung beginnt beim Einkauf

Aigner wollte am Dienstag nicht leugnen, Lebensmittelreste könnten komplett verhindert werden. Doch "mit etwas Phantasie und Freude am Kochen kann aber aus Resten etwas Leckeres gezaubert werden", erklärte die Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Anwendung sei nicht nur zur Verwandlung von Resten in Mahlzeiten geeignet, sondern solle auch beim zielorientierten Einkaufen der Lebensmittel helfen.

"Selbst mit kleinen Resten lässt sich noch viel anfangen: Tomatensoße kann zum Beispiel bei der nächsten Mahlzeit als Pizzabelag verwendet werden, übrig gebliebene Kartoffeln kommen als Bauernomelette zu neuen Ehren. Ein paar trockene Brotscheiben lassen sich in leckere Arme Ritter verwandeln - mein persönlicher Tipp." (Christian Rach bei der Präsentation)

Verbraucherschutzministerin Isle Aigner und Spitzenkoch Christian Rach präsentierten die App in Berlin. Quelle: www.zugutfuerdietonne.de

Interaktive Einkaufsliste zur besseren Planung

"Wer Reste vermeiden will, sollte vor allem die richtige Lagerung der Lebensmittel beachten und seine Einkäufe gut planen", sagte Aigner bei der Präsentation. Zur besseren Planung wurde in die Anwendung eine interaktive Einkaufsliste integriert. Wer sich öfters in der Menge verkalkuliert, wenn er für mehrere Personen planen muss, soll ebenfalls durch die App unterstützt werden können. Daneben gebe es noch weitere Tipps - von der richtigen Lagerung bis zur Haltbarkeit.

Die App "Zu gut für die Tonne" ist für iOS und Android verfügbar.