Apple-Aktie bricht ein: 70 Milliarden Dollar weg

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Auch Tim Cook kann nicht immer Kursgewinne bejubeln: Plötzlich sind über 10 Prozent weg
Auch Tim Cook kann nicht immer Kursgewinne bejubeln: Plötzlich sind über 10 Prozent weg(© 2014 Apple)

Was ist da los? Apple hat ein Traumjahr hinter sich, muss auf den letzten Metern nun aber doch die stärksten Kursverluste in 12 Monaten verkraften. Gewinnmitnahmen und mögliche iPhone-Lieferschwierigkeiten belasten.

Es ist bekanntlich nicht zu Ende, bis es zu Ende ist: Diese Erkenntnis machen nun auch wieder einmal Apple-Aktionäre. Gerade mal zweieinhalb Wochen ist her, dass der Kultkonzern aus Cupertino nach einem Traumjahr die Bedeutung von "wertvoll" neu definierte: sogar die Marke von 700 Milliarden Dollar durchbrach Apple beim Gipfelsturm auf neue Allzeithochs bei 119,75 Dollar.

Zu Beginn des heutigen Handels war der iPhone-Hersteller indes keine 630 Milliarden Dollar mehr wert – das Papier wurde bis auf 106,26 Dollar durchgereicht, ehe die Schnäppchenjäger zugriffen.

Aktionäre nehmen Gewinne mit, liegen seit Januar aber immer noch um 35 Prozent vorne 

Was ist passiert? Gestern machte die eine Research-Note von Staranalyst Gene Munster die Runde, dass Apple weiterhin Schwierigkeiten habe, die hohe iPhone 6-  und 6-Plus-Nachfrage zu befriedigen. Nur in 58 Prozent der Fälle seien die neuen iPhones in der Untersuchung des Piper Jaffray-Analysten in den USA verfügbar.

Bedeutet: Die Absätze im extrem wichtigen Weihnachtsquartal könnten möglicherweise hinter den größeren Erwartungen zurückbleiben – zuletzt kursierten Analystenschätzungen von über 70 Millionen verkauften Einheiten im laufenden ersten Geschäftsquartal des iKonzerns.

Dass Käufe wegen der Lieferschwierigkeiten möglicherweise einfach ins zweite Geschäftsquartal verschoben werden, das – wie Munster vorrechnet – daher besser ausfallen könnte als erwartet, wird von Investoren offenkundig ignoriert. Vielleicht ist sich am Ende des Tages jeder Apple-Aktionär der Nächste und sichert seine Gewinne nach einem Zuwachs von immer noch mehr als 35 Prozent in den turbulenten Zeiten der jüngsten Russlandkrise einfach ab...


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