Apple bestellt vor: Wie groß wird der iPhone 6-Erfolg?

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Warten auf das iPhone 6: Wie stark verkauft sich Apples Kultsmartphone?
Warten auf das iPhone 6: Wie stark verkauft sich Apples Kultsmartphone?(© 2014 Behance/ Tomas Moyano; Nicolàs Aichino)

Das Warten hat bald ein Ende: Das iPhone 6 wird in zwei Monaten erwartet. Doch wie wird es sich verkaufen? Die taiwanische Business Weekly will nun erfahren haben, dass Apple 68 Millionen Exemplare vorbestellt haben soll. Reicht das, um die hohen Erwartungen der Wall Street zu erfüllen?

Zwei Monate noch: Dann dürfte das meisterwartete Smartphone der Welt vorgestellt werden und knapp zwei Wochen später in den Handel kommen. Der Fahrplan scheint längst zu stehen: Am 9. September stünde die Keynote an, zehn Tage später, am 19. September der Verkauf.

Bleibt vor allem für Apple-Aktionäre die Frage, wie sich das iPhone 6 verkaufen wird. Nach zwei Jahren mit einem 4-Zoll-Display des iPhone 5, 5s und 5c, die damit weit hinter dem Phablet-Trend zurückblieben, schließt Apple nun endlich die Lücke.

Absatzsteigerung um 33 Prozent erwartet

Entsprechend groß wird die erwartete Nachfrage sein. Doch wie groß genau? Glaubt man der taiwanischen Business Weekly, hat Apple 68 Millionen Vorbestellungen in Auftrag gegeben. Das reichte für den Business Insider für die Schlagzeile: „Gerüchte: Apple hat gigantische  Vorbestellungen für das iPhone 6 in Auftrag gegeben.“

Wie gigantisch sind die 68 Millionen Geräte nun? Gemessen am letzten Weihnachtsquartal, in dem Apple 51 Millionen Stück absetzte, wäre das auf den ersten Blick eine deutliche Steigerung. Im vergangenen Weihnachtsquartal konnte Apple seinen Absatz nur um 7 Prozent steigern, diesmal wären es dann stolze 33 Prozent – eine Größenordnung weit über den optimistischen Einschätzungen von 20 Prozent, die etwa Katy Huberty prognostizierte.

Business Weekly-Schätzungen lassen September-Quartal außer Acht

Doch nicht so schnell. In der Rechnung dürften die Erstverkäufe des Septemberlaunches fehlen, die  Apple traditionell nach dem ersten Verkaufswochenende ausweist. Im vergangenen Jahr waren das alleine 8 Millionen Einheiten. Schlägt man anziehendes Wachstum von 20-25 Prozent drauf, scheinen 10 Millionen verkaufte iPhone 6 bis Ende September nicht unrealistisch.

Blieben 58 Millionen Einheiten für das Weihnachtsquartal. Das entspräche nur noch einer Steigerung von 14 Prozent – rund läge damit sogar unter den optimistischen Erwartungen Katy Hubertys. Um den zuletzt immer höheren Erwartungen der Wall Street Rechnung zu tragen, müsste Apple wohl zumindest 10 Millionen iPhone 6 am Start-Wochenende und 60 Millionen im Weihnachtsquartal verkaufen, um den Launch als einen Erfolg zu verbuchen.

Aber wer behauptet schließlich, Apple könnte seine Bestellungen im vierten Quartal nicht noch nach oben anpassen.  Realistischer erscheinen die kolportierten 68 Millionen der Business Weekly daher als konservative Untergrenze. Von der Mutter aller Upgrades dürfte sich Cupertino wohl noch etwas mehr erhoffen…

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