Apple Car: Ultimative Gründe, warum das iAuto eine ganz furchtbare Idee ist

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Noch gar nicht da und schon ein Hype: das Apple Car
Noch gar nicht da und schon ein Hype: das Apple Car(© 2015 CC: Flickr/David Villarreal Fernández, CURVED Montage)

Apple baut ein Auto, und trifft damit ins Herz der Fans. CURVED klärt auf: Warum es ein ganz fataler Fehler wäre, sich ein Apple Car zu kaufen.

Nach der Revolution des PC-Marktes, der Musikindustrie und der Smartphone- und Tabletbranche will Apple also mit einem eigenen Auto die Straßen unsicher machen. Freilich: Offen redet darüber niemand beim wertvollsten Konzern der Welt. Der Schritt zur Mobilität ist aber sinnvoll. Denn seitdem der erste Model S von Tesla auf dem Markt ist, gelten smarte Elektroautos als die Zukunft. Dazu passt, dass Apple mit CarPlay bereits erste Schritte in Richtung Auto gemacht hat.

Warum es trotzdem ein ganz fataler Fehler wäre, sich ein Apple Car zu kaufen:

1. Das Apple-Auto ist extrem umständlich zu reparieren

Die meisten Apple-Geräte sind für "normale Nutzer" schwierig zu reparieren. Warum soll das Auto da einen Unterschied machen? Schon in seiner ersten Amtszeit bei Apple hat Steve Jobs darauf geachtet, dass bei den Computern besondere Schrauben verwendet wurden, damit der Käufer zu Hause nicht daran herumschrauben kann. Auch aktuelle Geräte, wie das MacBook, das iPhone (mit Ausnahme vom Display) oder der iMac, sind nicht so ohne Weiteres selbst zu reparieren. Das trifft natürlich auch aufs Apple Car zu. iFixit wird's beweisen.

2. Nach ein paar Jahren wird der Support eingestellt

Wer heute noch einen iMac von 2009 hat, schaut bei einem Defekt demnächst ärgerlich aus der Wäsche. Der Grund: Apple stellt den Support für den Desktopcomputer in Kürze ein. Ersatzteile gibt es dann nur noch bei Drittanbieter-Shops. Ein oft gehörter Satz in der Zukunft: "Ich würde Ihnen ja wirklich gern neue Reifen aufziehen, für dieses Modell gibt es nur leider keine mehr." Da hilft dann auch kein Apple-Car-Care mehr!

3. Ihr braucht iTunes zur Datenübertragung

Musik hören im Auto? Gehört einfach dazu. Um den eigenen Musikdienst zu pushen, gibt es im Apple Car aber kein FM-Radio, sondern nur Apple Music mit dem Radiosender Beats One. Wer kein Abo hat, muss Musik per iTunes in den Auto-Speicher laden. Auweia!

CarPlay gibt es schon. Vielleicht müsst Ihr die Mediathek Eures Apple-Autos aber mit iTunes verwalten.(© 2014 Apple)

4. Es gibt nur einen Mono-Lautsprecher!

Apropos Musik: Wahrscheinlich wird das Apple-Auto wie ein iPhone Hightech zum Abwinken bieten. Aber anstatt ein megafettes Soundsystem zu verbauen, kommt nur ein Mono-Lautsprecher zum Einsatz. Tsss! Protzen kann man so nicht.

5. Software-Updates legen die Karre lahm

Das Update auf iOS 8.1 war da und plötzlich ging nichts mehr. 2014 unterlief Apple bei der Aktualisierung seiner Software ein Fehler. Die Folge: Das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus konnten sich nicht mehr mit dem Internet verbinden. Jetzt stellt Euch mal vor, das passiert mit Eurem Auto. Über Nacht lädt es ein fehlerhaftes Update. Morgens wollt Ihr losfahren, aber die Karre springt einfach nicht an. Ärgerlich, oder?

6. Helfen darf nur ein zertifizierter Abschleppdienst

Die ADAC-Goldmember-Karte könnt Ihr gleich einschmelzen. Denn wenn das Apple Car liegen bleibt, dürfen nur zertifizierte Apple Premium-Abschlepper Hand anlegen und Euch zur nächstgelegenen Apple-Werkstatt - pro Stadt eine - schleppen. Natürlich nur, wenn Ihr zuvor einen Termin gemacht habt beim Apple Genius Eures Vertrauens.

7. Kaum ist die nächste Version im Gespräch, wird die aktuelle langsamer

Es ist immer dieselbe Leier: Mit einem neuen iPhone und einer neuen iOS-Version wird das Vorjahrsmodell gefühlt deutlich langsamer. Ob das stimmt oder nicht, sei einmal dahingestellt. Das Apple-Auto würde so über Nacht zu lahmen Ente.

8. Der Stromanschluss ist nicht kompatibel mit anderen Steckdosen

Die Übernahme mehrerer Tesla-Ingenieure spricht dafür, dass es sich beim Apple Car um ein Elektroauto handelt. Das Aufladen des Akkus könnte für Euch aber zum Problem werden. Nehmen wir als Beispiel das neue MacBook: USB? Passt nicht. HDMI? Passt nicht. Thunderbolt? Passt nicht. MagSafe? Passt nicht. Mit dem Auto könnt Ihr dann auch nur an der Apple-Tankstelle Strom nachtanken. Wollt Ihr das Auto an einem SuperCharger von Tesla oder zu Hause aufladen, braucht Ihr einen Adapter. Wird nicht billig.

9. Schnellladen wird nicht unterstützt

Anders als bei Tesla-Autos, bei denen der Akku nach wenigen Minuten wieder für mehr oder weniger lange Strecken ausreicht, unterstützt das Apple Car kein Schnellladen. Zum Glück bietet Apple seine Stromtankstellen in der Nähe von Hotels an. Da könnt Ihr dann mit Apple Pay bezahlen. Zumindest in den USA und Großbritannien.

10. Apple Maps als Navi?

Erinnert Ihr Euch noch an den Start von Apple Maps? Es gab nicht nur unschöne Grafikfehler, sondern auch ernstzunehmende Probleme bei der Navigation. Dazu kommt dann wahrscheinlich noch, dass auch in der Auto-Version von Apple Maps wichtige Funktionen nur in 30 Städten weltweit zur Verfügung stehen. Und in China. Und denkt jetzt nicht, dass das Apple Car Euch einfach Richtung Reeperbahn lotsen wird. Die "Freedom of Porn" bei Apple-Diensten gilt auch im Cockpit dieses Autos.

 11. Die Antenne stört total

Natürlich gibt es das Apple-Auto nur in Spacegrau, Silber, Gold und Roségold. Und bestimmt ist das Design von Jony Ive richtig, richtig schick. Das einzige, was die Optik stört, sind die grauen Antennenstreifen auf dem Dach.

12. Das Apple Car wird natürlich viiiel zu teuer

55.000 US-Dollar stehen für das Apple Car im Raum. Klingt im Vergleich zum Model S, der in der besten Ausführung locker doppelt so teuer ist, eigentlich ganz günstig. Was aber, wenn es sich bei dem Wagen um einen Zweisitzer ohne nennenswerten Kofferraum handelt, obendrein nicht nur halb so viel kostet sondern auch nur die halbe Reichweite bietet?

13.  Es gibt keine Anhänger-Kupplung und keine Dachträger

"Designtechnischer Schnickschnack, der die Optik nur stört", wird sich Jony Ive denken. Macht nichts: Dafür gibt es ja Drittanbieter. Just Mobile bringt dann die Dachbox mit integriertem Akku. Damit kommt Ihr 10 Minuten länger fahren.

14. Der Motor ist nur ein Zweitakter

Entscheidet sich Apple eventuell, doch kein Elektroauto auf den Markt zu bringen, dann wird das verbaute Aggregrat nicht mit überirdischen Leistungswerten protzen. Statt eines Achtzylinders kommt nur ein Zweitakter zum Einsatz - und trotzdem in unzähligen Tests schneller als die Konkurrenz sein. Wie Apple das hinbekommt, wird das Thema unzähliger Debatten bei YouTube sein.

15. Die Materialien stammen vom iPhone

Apple hat aus Bendgate gelernt und setzt bei der Karosserie des Apple Cars das bewährte 7000er Aluminium ein. Doof: Im Sommer heizt sich das Alu bei Sonneneinstrahlung ganz gehörig auf. Saphirglas kommt nur beim Rückspiegel zum Einsatz, die Windschutzscheibe besteht aus Gorilla Glass. Diverse Droptests von Klippen werden belegen, dass das ganz leicht bricht, wenn das Auto im falschen Winkel auf die Felsen aufschlägt.

Jetzt sagt nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt.

Disclaimer: Wer es bisher hierhin geschafft hat, ohne in Rage zu verfallen, hat bestimmt gemerkt, dass die genannten Gründe alles andere als ernst gemeint sind. Vielmehr sind sie eine Persiflage auf die vielen Diskussion um bestehende Apple-Produkte - mal mehr, mal weniger sachlich. Fest steht: Würde Apple ein Auto bauen, stehen die Chancen gut, dass es ein Erfolg werden könnte.


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