Apple Card: Ist sie doch nicht so sicher wie gedacht?

Bislang ist die Apple Card nur in den USA erhältlich
Bislang ist die Apple Card nur in den USA erhältlich(© 2019 Apple)

Die Apple Card ist womöglich die sicherste Kreditkarte auf dem Markt. Doch auch sie schützt ihre Nutzer offenbar nicht zu hundert Prozent. Innerhalb der letzten Woche soll es zu zwei Betrugsfällen gekommen sein.

Der erste davon betrifft die physische Variante der Apple Card, wie 9to5Mac berichtet. Opfer ist demnach David, ein Leser der Webseite, gewesen: Sein iPhone hat ihn über einen möglichen Betrugsversuch gewarnt. Daraufhin nahm er Kontakt zu Apples Kundendienst auf. Eine Überprüfung im System ergab, dass sich die Apple Card zum Zeitpunkt der Transaktion mehrere Staaten vom Nutzer entfernt befunden hat. Doch David hatte seine Kreditkarte nicht verloren.

Apple Pay hätte den Betrug verhindert

Eine Erklärung konnte der Kundendienst dafür nicht wirklich liefern. 9to5Mac spekuliert, dass ein Betrüger die Karte geklont haben muss. Davor sei auch die Apple Card nicht gefeit. Zwar habe sie keine aufgedruckte Karten-Nummer, dafür aber einen Magnetstreifen, über den sich die Karte duplizieren lasse.

Nutzer können dies verhindern, indem sie die Apple Card in Verbindung mit Apple Pay benutzen. Denn dann ist es nicht notwendig, die physische Karte durch ein Lesegerät zu ziehen. Die Zahlung erfolgt einfach kontaktlos über das iPhone oder die Apple Watch, wenn die Apple Card darauf in der Wallet-App hinterlegt ist.

Auch online keine Sicherheitsgarantie?

Ein 9to5Mac-Leser an der amerikanischen Westküste berichtete ebenfalls über eine Apple-Card-Betrug. Seine Kreditkarte sei im weit entfernten Chicago belastet worden. Hauptunterschied zu dem anderen Vorfall: Der Nutzer hat Apple-Card-Transaktion angeblich ausschließlich über Apple Pay durchgeführt. Die physische Karte sei niemals zum Einsatz gekommen.

Wie sich inzwischen herausgestellt hat, haben Betrüger mit seiner Karte online eingekauft – und zwar über die Schule seiner Tochter. 9to5Mac geht davon aus, dass jemand das Zahlungssystem der Bildungseinrichtung gehackt hat. Dadurch konnten die Betrüger möglicherweise die virtuelle Nummer der Apple Card abfangen.

Apple Card: Dennoch sicherer als andere Karten

Immerhin: Die virtuelle Nummer lässt sich jederzeit ändern, um einen weiteren Kartenmissbrauch auszuschließen. Nutzer können also deutlich schneller reagieren als bei herkömmlichen Kreditkarten. Das gilt auch für den ersten Fall. Denn bei einer handelsüblichen Karte wäre der Betrug erst viel später aufgefallen – nach Erhalt der nächsten Abrechnung.

Auch wenn die Apple Card einen Betrug also nicht vollkommen verhindert: Sie reduziert die Wahrscheinlichkeit nicht nur, sondern hilft auch auf verschiedene Weise, den Schaden zu begrenzen.


Weitere Artikel zum Thema
AirPods Pro: Samsung laut US-Verbrau­cher­ma­ga­zin billi­ger und besser
Guido Karsten
Consumer Report sieht die AirPods Pro klar hinter einem Konkurrenten
Apples AirPods Pro finden viele Freunde und ernten Lob. Ein US-Verbrauchermagazin hält die Soundqualität der kabellosen In-Ears aber für zweitklassig.
iPhone Kurz­be­fehle einrich­ten und Zeit sparen – so geht's
Joerg Geiger
Mit iPhone-Kurzbefehlen spart ihr Zeit.
Mit iPhone Kurzbefehlen spart ihr Zeit: So könnt ihr mit einem Klick Einstellungen vornehmen, die ihr im Alltag regelmäßig vornehmt.
Sind Apples AirPods Pro zu billig? Diese In-Ears kosten 60.000 Euro
Guido Karsten
Im Vergleich zur Caviar-Edition (Bild) sind die originalen AirPods Pro selbst im Bundle mit einem iPhone 11 Pro günstig
Ihr seid nicht sicher, ob AirPods Pro für "nur" etwa 280 Euro euch das bieten, was ihr verdient? Der Tech-Veredler Caviar hat eine Alternative parat.