iPhone 13: Arbeitet Apple an einem Diamant-Handy?

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Könnte dieser Anblick bald der Vergangenheit angehören?
Könnte dieser Anblick bald der Vergangenheit angehören?(© 2015 Flickr/Christopher Phin)

Apple scheint gerade über Displays mit Diamantschicht nachzudenken. Vielleicht schon für das iPhone 13? Zerbrochenes Glas gehört bei Smartphones zu den häufigsten Schadensarten.  Einmal unachtsam gewesen und schon gleitet einem das gute Stück Technik aus der Hand oder der Hosentasche.

Derzeit setzt das amerikanische Unternehmen bei seinen Produkten auf Gorilla Glass 6. Dieses hält meist einen Fall aus gut einem Meter stand. Apple scheint aber über eine Diamantschicht nachzudenken, um die Widerstandskraft zu stärken, wie Seeking Alpha berichtet. Die Schicht könnte beim iPhone 13 zum Einsatz kommen.

2017 wurden um die 3,4 Milliarden US-Dollar bezahlt, um gebrochenes und zerkratztes Glas an Smartphones zu reparieren. Insgesamt sind in den USA mehr als 50 Millionen Displays zerbrochen, was umgerechnet alle zwei Sekunden bedeuten würde. Die meisten Nutzer reparieren beschädigte Geräte, die noch funktionsfähig sind nicht, und geben sie dann doch den Geist auf, bevorzugen sie eher den Kauf eines neuen Smartphones.

Diamant, aber nicht teuer

Bei Reparaturkosten von teilweise über 300 Euro verwundert es nicht, dass viele Nutzer mit dem Gedanken an ein Neugerät spielen. Robustheit kann bei der Wahl eines Smartphones ein entscheidender Faktor sein. Für das iPhone 12 wird Apple wohl auf das im Juli vorgestellte Gorilla Glass Victus setzen. Das hält Stürze aus zwei Metern stand und ist doppelt so kratzresistent wie sein Vorgänger. Daher könnte eine Diamantschicht frühestens beim iPhone 13 zum Einsatz kommen.

Doch auch hier gibt es immer noch Luft nach oben. Ein diamantähnliches Carbon-Gemisch über dem Gorilla Glass könnte die Stabilität deutlich erhöhen. Derzeit haben drei große Firmen ein System zur Ummantelung von Glas entwickelt. Und obwohl hier die Rede von einem Schutzfilm aus einem der wertvollsten Edelsteine der Welt ist, betragen die Zusatzkosten für Apple nur wenige Cent pro Display. Ein lohnendes Geschäft, von dem womöglich das iPhone 13 als erstes Smartphone profitiert.


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