Apple HomeKit: 8 wissenswerte Fakten rund um Apples smartes Heim

Eve Weather von Elgato
Eve Weather von Elgato (© 2015 Elgato)

Dieser Artikel soll nicht als Anleitung dienen, wie ihr euer Smart Home einrichtet. Vielmehr soll es hier darum gehen, mit einigen gängigen Vorurteilen rund um HomeKit von Apple aufräumen.

Home ersetzt die vielen Einzel-Apps

Zum besseren Verständnis: HomeKit ist Apples Schnittstelle, an der Hersteller mit ihren Geräten andocken können. Sind sie kompatibel, lassen sie sich in der auf iOS-Geräten vorinstallierten Home-App hinzufügen und steuern. Home ist als Plattform zu verstehen. Also ein Interface, über das sich alle kompatiblen Geräte einzeln oder in Gruppen/Räumen verwenden lassen. Entweder per Touchgesten, Sprachbefehl oder automatisiert mit Szenen, die zu eurem Tagesablauf passen. Anders formuliert: Mitunter spart ihr euch die Installation vieler einzelner Hersteller-Apps, sondern steuert euer smartes Heim über eine Benutzeroberfläche.

Es landen keine sensiblen Daten in der Cloud

Ganz anders als Amazons Alexa, das jeden Sprachbefehl an die Cloud schickt, hat Apple letzten Endes keine Ahnung, was ihr mit eurem Smart Home anstellt. So werden von HomeKit unterstützte Apps durch Richtlinien für Entwickler beschränkt, Daten nur für die Steuerung einer Wohnung oder für Automatisierungsdienste zu verwenden. Apple erfährt nicht, welche Geräte ihr wann und wie steuert. Selbst Siri verknüpft HomeKit-Geräte nur mit der Siri ID und nicht mit dem Nutzer persönlich. Daten zur Wohnung werden verschlüsselt und im Schlüsselbund auf dem Gerät gespeichert. Sie werden auch während der Übertragung zwischen Apple-Geräten und den Geräten, die man zu Hause steuert, verschlüsselt. Und wenn ihr Geräte aus der Ferne steuert, werden diese Daten vor der Übertragung verschlüsselt, damit Apple nicht weiß, welche Geräte man kontrolliert oder was man mit ihnen macht.

Führen Apps automatische Aktivitäten aus, die auf eurem Standort basieren, werden diese Aktionen von HomeKit initiiert. Wenn ma also das Licht einschaltet, bleibt der Standort für die App unsichtbar. Zudem lassen sich die Ortungsdienste jederzeit deaktivieren.

Eure Konfiguration geht nicht verloren, wenn man das Device wechselt

Neues iPhone, altes Smart Home? Wer zuvor ein iCloud-Backup angelegt hat, muss nicht von Neuem alle Geräte in die Home-App integieren und neue Szenen erstellen.

Das Smart Home steuert sich mitunter selbst

Sollen alle Lichter automatisch ausgeschaltet werden, wenn man das Haus verlässt oder eine Szene automatisch zu einer bestimmten Zeit oder an einem bestimmten Ort gestartet werden? Nachdem Apple TV oder iPad als Steuerzentrale eingerichtet wurden, kann man das Zubehör auch unterwegs steuern und sogar automatisch nach Tageszeit, Standort oder Sensorerkennung auslösen.

So kann man wählen, wann eine Automatisierung erfolgen soll. Zum Beispiel: Per Steuerzentrale können Geräte und Szenen automatisiert werden, um sie automatisch einzuschalten und Aktionen auszuführen. Etwa, wenn Personen ankommen oder den Ort verlassen. Oder zu einer bestimmten Tageszeit: Hierzu wählt man die Tageszeit und die Wochentage aus, an denen Geräte automatisch ein- oder ausgeschaltet werden sollen.

Auch möglich: Wenn ein Gerät ein- oder ausgeschaltet wird, kann man andere Geräte oder Szenen reagieren lassen. Wird beispielsweise die Eingangstüre aufgesperrt, gehen alle Lichter an. Oder man sitzt im Auto und kann sich nicht erinnern, ob man das Licht ausgemacht hat? Einfach Siri darum bitten es zu überprüfen und das Licht vom Auto aus ausschalten.

Immer mehr Geräteklassen lassen sich mit Apple Home verbinden

Auch wenn Apple über seinen Onlineshop vergleichsweise wenig Zubehör anbietet, so unterstützt Apples HomeKit etliche Geräteklassen. Dazu zählen nicht nur Lampen (z.B. Philips Hue, IKEA TRADFRI uvm.), Schalter (z.B. Logitechs smarter Button POP bzw. Elgato Eve Light Switch), Steckdosen (z.B. Elgato Eve Energy), Thermostate (z.B. tado°) und Sensoren (z.B. den Rauchmelder Netatmo Smoke oder den Bewegungsmelder Elgato Eve Motion), sondern auch Ventilatoren bzw. Klimageräte, Überwachungskameras (z.B. Logitech Circle 2), Schlösser und Türklingeln sowie ganze Steuerungszentralen, wie etwa die Belkin WeMo Bridge.

Das Hintergrundbild lässt sich ändern

Und das recht einfach: Klickt links oben im Home-Homescreen auf das Pfeilsymbol und scrollt im folgenden Menü ganz nach unten. Hier könnt ihr aus Vorgaben wählen oder eure Fotogalerie durchstöbern.

Man kann die Schlüssel weitergeben

Euer HomeKit-Smart-Home ist nicht an Euch alleine gebunden. Ihr könnt die digitalen Schlüssel zu eurem Smart Home auch an andere Nutzer weitergeben. Voraussetzung ist natürlich, dass sie auch ein iOS-Gerät besitzen. Dazu klickt ihr einfach im Homescreen der Home-App auf den Pfeil links oben und ladet im Untermenü weitere Personen ein.

Ihr müsst die Home-App nicht zwangsweise aufrufen

Denn mit Shortcuts lässt sich das Smart Home auch über das Kontrollzentrum steuern. Alles, was ihr dafür tun müsst, ist die gewünschten Geräte oder Szenen in der Home-App etwas länger angetippt halten. Anschließend klickt ihr im Untermenü auf "Details" und dort auf "In Favoriten anzeigen". Wer sich nun wundert, wo seine smarte Lampe oder Apples HomePod abgeblieben sind: Klickt im Kontrollzentrum etwas länger auf das Home-Symbol. Dort sind alle Favoriten aufgelistet.


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