Apple: iPhone 5S schon im Frühjahr 2013?

Gerade einmal zwei Monate ist es jetzt her, dass Apple das iPhone 5 vorgestellt hat. Und schon wieder geht es rund in der Gerüchteküche. Zwar dürfte jedem klar sein, dass man sich bei Apple nicht auf die faule Haut legt, sondern bereits an einem Nachfolger für das iPhone 5 arbeitet, doch sind Gerüchte dazu nicht noch etwas verfrüht?

iPhone 5S Testproduktion ab Dezember

Wenn es nach dem taiwanesischen Branchen-Magazin DigiTimes geht, dann ist es bei Weitem nicht zu früh! Denn die DigiTimes berichtet, dass Apple das iPhone 5S schon im Frühjahr 2013 auf den Markt bringen wird. Es heißt, dass bereits im Dezember diesen Jahres mit der Testproduktion begonnen wird und die Produktion für das tatsächliche iPhone 5 dann im ersten Quartal 2013 anlaufen soll.

Apple-Zulieferer: Bestellungen im Frühjahr steigen an

Die DigiTimes bezieht sich dabei auf Quellen von Apples Zulieferern. Diese berichten, dass die Bestellungen von Apple im März und April 2013 ansteigen würden. Eigentlich hatte man ja erst im Herbst 2013 mit einem neuen iPhone gerechnet, denn bislang hat Apple immer ungefähr mit einem Jahr Abstand neue iPhone-Modelle vorgestellt.

Branchenexperten kritisieren Apples Release-Zyklus

Allerdings hatte es in letzter Zeit ab und an Kritik an Apples Release-Zyklen gegeben. Die relativ lange Zeit zwischen zwei iPhone-Modellen kann die Konkurrenz zu ihrem Vorteil nutzen. Mit dieser Kritik im Hinterkopf wäre es durchaus nachvollziehbar, dass Apple den Release-Zyklus des iPhone verkürzt, um Samsung und Co. nicht für so lange Zeit das Feld alleine zu überlassen. Und immerhin hat der Konzern mit dem angebissenen Apfel ja auch mit dem iPad 4 schon den Release-Zyklus deutlich verkürzt. Warum also nicht auch beim iPhone?

Das iPhone 5 ist seit zwei Monaten auf dem Markt - und schon werden Gerüchte um den Nachfolger laut. (Bild: Apple)

Apple gegen den Rest der Welt

Aus Sicht von Apple wäre das durchaus nachvollziehbar, denn die Konkurrenz aus dem Android-Lager ist mit vielen Herstellern unterwegs, die das ganze Jahr über immer wieder mit Neuheiten aufwarten können, während Apple alles auf eine Karte setzt. Das würde also durchaus dafür sprechen, dass Apple im Halbjahres-Rhythmus ein neues iPhone auf den Markt bringt.

Innovation trotz kürzerer Release-Zyklen möglich?

Andererseits stellt sich die Frage, ob man sich mit kürzeren Release-Zyklen nicht ins eigene Bein schießt. Zum einen wird es selbst für viele hartgesottene Apple-Jünger schwierig, sich jedes halbe Jahr ein neues iPhone zu leisten. Zum anderen ist Apple aber auch als Innovationsmotor bekannt. Und bei einem deutlich kürzeren Release-Zyklus wird es natürlich auch entsprechend schwieriger, mit ständig neuen Highlights zu glänzen und neue Features im Vorfeld auch ordentlich zu testen.

Apple in der Zwickmühle

Bei Googles mobilem Betriebssystem Android ist das etwas einfacher, da durch die vielen Hersteller, von denen immer wieder einer Neuerungen um- und einsetzt eben auch ständig etwas Neues auf dem Markt ist, was vorherige Smartphone-Modelle noch nicht haben. So ist es also leichter, immer wieder Neues zu bieten. Apple hingegen befindet sich in einer Art Zwickmühle zwischen dem Druck, der durch die Konkurrenz ausgeübt wird und dem Erwartungsdruck nicht nur der Apple Fans, die eben auch Neuheiten sehen wollen statt nur kleiner Verbesserungen unter der Haube.