Apple legt seine Prototypen offen

Es ist der Patentstreit zwischen Apple und Samsung, der die geheimen Dokumente Apples an die Öffentlichkeit befördert. Mehrere Prototypen des iPhones und iPads mussten durch den Streit offengelegt werden. Interessant ist, wie viel Geld der Konzern in Werbung für iPad und iPhone gesteckt hat: 647 Millionen Dollar flossen in die Smartphone-Werbung, 457 Millionen Dollar soll Apple für Marketingmaßnahmen zum iPad aufgebracht haben.

Offen: 100 Seiten Prototypen

100 Seiten an Bildmaterial sollen es sein, die dem Patentstreit zum Verhängnis geworden sind. Auf ihnen sind Prototypen von iPad sowie iPhone zu finden. Sie zeigen die Arbeit des Apple-Design-Teams, die sie bis zur endgültigen Fertigstellung eines Produktes benötigt haben. Ans Licht kam, dass sogar Apple seine Kunden zu ihren Wünschen befragt hat und nicht einfach ohne Rückfrage ein Gerät produzieren ließ. Es ist ein Gerücht, das schon seit längerer Zeit bestand hat: Apple könnte ein kleineres iPad in Auftrag geben. Scheinbar hat sich nun bestätigt, was viele gedacht haben. Unter den Prototypen soll wirklich ein "Mini iPad" sein.

Der angebliche Prototyp eines iPhone 5, der nicht offengelegt wurde.Bild: via Martin Hajek

Jobs Glück?

Ob der ehemalige Geschäftsführer Steve Jobs gewollt hätte, dass die ganze Welt seine Prototypen sehen kann? Die Frage können wir heute nicht mehr stellen, aber wahrscheinlich nicht, denn ihm war es wichtig, möglichst wenige Informationen nach außen dringen zu lassen. Ziel von Jobs war es so stets, keine Details vor der Präsentation eines Gerätes an die Öffentlichkeit weiterzugeben.

Foto: Apple