Apple Music, Spotify und Co. erhalten mehr Einfluss auf die Charts

Apple Music soll bei der Chart-Platzierung ein stärkeres Gewicht zukommen
Apple Music soll bei der Chart-Platzierung ein stärkeres Gewicht zukommen(© 2016 CURVED)

Was sagt mehr aus: Ein Gratis-Angebot oder ein kostenpflichtiger Streaming-Dienst? Das Billboard Magazine, das in den USA für die Chart-Platzierung von Songs verantwortlich ist, hat eine Änderung verkündet: Ab 2018 sollen Dienste wie Apple Music und Spotify eine stärkere Gewichtung erhalten.

Was auf Apple Music, Amazon und Spotify abgerufen wird, hat also ab dem kommenden Jahr einen stärkeren Einfluss auf die Charts als beispielsweise Abrufe bei YouTube. Derzeit werden alle diese Dienste gleich behandelt – unter der Kategorie "On Demand Streams", übersetzt etwa "Streams auf Abruf". Einfluss auf die Billboard-Charts haben 2018 aber auch Streams, die werbefinanziert sind, Radio- und Video-Streams sowie digitale Verkäufe über Plattformen wie iTunes und Google Play Music.

Viele neue Modelle

Das System für die Ermittlung der Chart-Platzierung von Songs für 2018 anzupassen, sei in diesem Jahr laut Billboard besonders schwierig gewesen. Die Art, wie Nutzer Musik konsumieren und auch dafür bezahlen, sei noch nie so vielfältig gewesen wie jetzt. Die Industrie würde sich zudem ständig neue Bezahlungsmodelle ausdenken, um das Musikgeschäft möglichst lukrativ zu machen. All das habe Einfluss darauf, wie eine Chart-Platzierung berechnet wird.

Zwar seien die "offiziellen Charts" für Nutzer nur wenig relevant; für Labels und die Musiker hingegen schon, wie The Verge herausstellt. Somit ist es gut möglich, dass die Labels künftig die Nutzer dazu auffordern, die Musik stärker über Apple Music, Spotify oder Amazon anzuhören als über YouTube. Auch Fan-Kampagnen mit dem Ziel, einen bestimmten Song zu fördern, müssen sich also ab 2018 stärker auf die Bezahldienste ausrichten als bisher.


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