Apple: Patent auf neue USB-Stecker bereits vergeben?

So sieht offenbar Apples Lightning-Kabel mit symmetrischem USB-Anschluss aus
So sieht offenbar Apples Lightning-Kabel mit symmetrischem USB-Anschluss aus(© 2014 Twitter / SonnyDickson)

Da bahnen sich wieder Patentstreitigkeiten an: Apple war offenbar nicht das erste Unternehmen, das sich ein Patent für USB-Stecker sicherte, die beidseitig angeschlossen werden können. Cupertino stellte den Antrag im Januar 2014, die Firma UltraTek hingegen besitzt das Patent seit 2010, berichtet MacRumors.

Während USB 3.1 Typ C bereit ist und mit seinem symmetrischen Aufbau dafür sorgt, dass er beim Einstecken immer richtig ausgerichtet ist, bietet er einen entscheidenden Nachteil: Er ist kleiner als bisherige USB-Stecker und somit nur mittels Adapter abwärtskompatibel. Apple hingegen hatte sich ein Patent gesichert, dass auf das althergebrachte USB-Design setzt, aber dennoch symmetrisch ist und damit den gleichen Vorteil bietet – abgesehen von der schnelleren Übertragungsgeschwindigkeit. Ein Bild davon ist schon geleakt worden. Die Platine sitzt hierbei in der Mitte des Anschlusses, während USB 3.1 Typ C dem Lightning-Design ähnelt.

Symmetrische USB-Kabel gibt es schon länger

Die Firma UltraTek verkauft USB-Kabel mit solch einem Anschluss bereits seit geraumer Zeit unter dem Markennamen "Flipper": Den Antrag für das Patent reichte sie 2009 ein, 2010 erfolgte die Zulassung für den "Benutzerfreundlichen USB-Anschluss" vom US-Patentamt. Welche Konsequenzen das für die Pläne von Apple hat, wird sich zeigen müssen. Denkbar ist, dass das Unternehmen einfach versucht, das Patent einzukaufen. Oder aber Cupertinos Rechtsanwälte finden ein Schlupfloch in der Beschreibung des bestehenden Patents, das es dennoch erlaubt, die USB-Lightning-Kabel wie geplant zu produzieren.


Weitere Artikel zum Thema
iPhone 12 mit Leis­tungs-Boost: A14-Chip­satz schlägt sogar Laptops
Lukas Klaas
Her damit6Der A14-Chipsatz des iPhone 2020 dürfte mit seinem Leistungsupgrade Begehrlichkeiten wecken.
Der A14-Prozessor des iPhone 12 dürfte dank erheblicher Upgrades das Leistungsniveau eines 15-Zoll MacBook Pro erreichen.
Apple unter Druck: Trump fordert Daten von iPho­nes ein
Lukas Klaas
Gefällt mir18Nicht ganz einer Meinung: Tim Cook und Donald Trump.
US-Präsident Donald Trump setzt Apple unter Druck. Das Unternehmen soll die iPhones eines Amokläufers entschlüsseln. Doch Apple weigert sich.
iPhone 12 Pro: Großes Leis­tungs­plus immer wahr­schein­li­cher
Lars Wertgen
Das iPhone 12 Pro soll 50 Prozent mehr RAM bieten als das iPhone 11 Pro (Foto)
Apple hat im Wettkampf um möglichst viel Arbeitsspeicher noch nie mitgemacht. Dennoch rüstet der Hersteller das iPhone 12 Pro diesbezüglich wohl auf.