Apple-Patent: Kamera-Autofokus mit künstlichen Muskeln

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Die iPhone-Kamera könnte in Zukunft von künstlichen Muskeln profitieren
Die iPhone-Kamera könnte in Zukunft von künstlichen Muskeln profitieren(© 2014 CURVED)

Apple hat ein Patent angemeldet, das eine künftige iPhone-Kamera mit einem künstlichen Muskel ausstatten könnte. Wie AppleInsider berichtet, könnte die neue Technologie den Aufbau eines mechanischen Autofokus entscheidend verkleinern und auch in flachen Smartphones ermöglichen.

Eine Schicht von elektroaktiven Polymeren im Objektiv der Kamera soll die Linse mechanisch vor- und zurückbewegen können und so für die benötigte optische Schärfe sorgen, ähnlich wie beim menschlichen Auge. Das Patent von Apple beschreibt, wie eine geschickte Anordnung aus künstlichen Muskeln mit drei verschiedenen Elektroden so gesteuert werden kann, dass sie sowohl die Distanz zum Kamerasensor als auch die Brennweite der Linse verändert.

Elektroaktive Polymere verhalten sich ähnlich wie Muskeln: Werden sie unter Spannung gesetzt, ziehen sie sich zusammen. Im Gegensatz zu Elektromotoren, die eine Drehbewegung erzeugen, können künstliche Muskeln dieser Art direkt lineare Bewegungen durchführen, was besonders für das kompakte Kameramodul in einem Smartphone ideal wäre.

Optische Bildstabilisierung und Autofokus

Bereits im 19. Jahrhundert führte Wilhelm Conrad Röntgen erste Versuche damit durch, in Massenproduktion sind die speziellen Werkstoffe allerdings erst seit einigen Jahren. Mit Apples Patent ist nun ein erster Schritt getan, um die spezielle Technik auch im Smartphone-Bereich zugunsten optischer Bildstabilisierung und Autofokus zu verwenden. Die Fotos künftiger, superflacher iPhones könnten damit noch näher an die Qualität professioneller Kameras heranreichen.


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