Apple stellt neue iPads vor: Welches passt zu euch?

von links nach rechts: iPad Pro (11 und 12,9 Zoll), iPad Air, iPad 9.7 (2018) und iPad mini
von links nach rechts: iPad Pro (11 und 12,9 Zoll), iPad Air, iPad 9.7 (2018) und iPad mini(© 2019 Apple)

Am 18. März hat Apple zwei neue iPads präsentiert: das iPad Air (2019) und das iPad mini (2019). Zusammen mit den beiden unterschiedlich großen iPad-Pro-Modellen und dem iPad 9.7 (2018) bietet der Hersteller nun fünf verschiedene Tablets an. Welches das richtige für euch ist, erfahrt ihr hier.

Als Bildschirmdiagonale und Speicherkonfiguration die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale der iPads waren, fiel es leichter, sich für ein Gerät zu entscheiden. Mittlerweile müssen Kaufinteressierte schon genauer hinschauen, um unter den aktuellen Apple-Tablets das passende für sich zu finden. Wir gehen auf die wesentlichen Gesichtspunkte ein, die den Ausschlag für eure Entscheidung geben sollten.

Die Preise der iPads

Für viele von euch dürfte der Preis der Geräte mit ausschlaggebend sein. Wer nicht bereit ist, für ein Tablet so viel auszugeben wie für ein Premium-Smartphone, kann das iPad Pro bereits abhaken: Das 11-Zoll-Modell schlägt mit mindestens 879 Euro zu Buche, die 12,9-Zoll-Ausführung ist sogar erst ab 1099 Euro erhältlich. Einen guten Mittelweg schlagt ihr mit dem iPad Air (2019) ein: Apples neue Mittelklasse kostet in der Basisvariante 549 Euro. Danach folgt das iPad mini (2019) mit einem Preis ab 449 Euro. Das derzeit günstigste Apple-Tablet ist das iPad 9.7 (2018) für 349 Euro.

Das iPad (2018) ist das momentan günstigste Apple-Tablet(© 2018 CURVED)

Leistung und Speicher

Die aktuellen iPad-Pro-Modelle haben eine sehr hohe Leistung: Dem Hersteller zufolge ist der verbaute A12X-Chipsatz 90 Prozent schneller als der Prozessor in den Vorgängergeräten. Außerdem soll das iPad Pro mehr Leistung bieten als viele im selben Jahr erschienen PCs. Für viele Anwender dürfte aber auch bereits das günstigste Apple-Tablet ausreichen: Das iPad 9.7 (2018) eignet sich mit seinem A10-Chip hervorragend für alltägliche Nutzungszwecke wie Surfen, Filmeschauen, Zeichnen oder Zocken. Der Speicher der Grundversion fällt mit 32 GB allerdings etwas knapp aus. Den doppelten Basis-Speicher und einen spürbar stärkeren Chipsatz (A12) erhaltet ihr mit dem neuen iPad mini oder dem iPad Air. Die Leistung liegt jeweils zwischen iPad 9.7 und iPad Pro.

So unterscheiden sich die Displays

Ob ihr euch für das iPad mini oder das iPad Air entscheiden solltet, hängt neben eurer Zahlungsbereitschaft im wesentlich von der Display-Größe ab, die ihr bevorzugt: Beim iPad Air misst es 10,5 Zoll in der Diagonale, beim iPad mini 7,9 Zoll. Der größere Bildschirm ist etwas höher auflösend, der kleinere bietet dafür die höhere Pixeldichte. Auf dem iPad mini wirken Inhalte also schärfer, obwohl sie es nicht wirklich sind.

Nahezu randlos: Das Display des Apple iPad Pro (2018)(© 2018 CURVED)

Beide Displays reduzieren Reflexionen und passen die Farbtemperatur an die Umgebungshelligkeit an ("True Tone"). Darauf müsst ihr beim iPad 9.7 verzichten. Das iPad Pro bietet nicht nur das hellste und schärfste Display. Sein Bildschirm unterstützt auch als einziger "ProMotion". Die Technologie sorgt für flüssigeres Scrollen und eine bessere Bewegtbilddarstellung. Außerdem sind die Display-Ränder enorm schmal. Dadurch fällt das iPad Pro trotz einer Bilddiagonale von 11 beziehungsweise 12,9 Zoll vergleichsweise handlich aus.

Apple Pencil, aber welcher?

Alle genannten iPads unterstützen den Apple Pencil. Nur das iPad Pro ist allerdings zur zweiten Generation des Eingabestifts kompatibel. Diese lässt sich magnetisch am Tablet befestigen und kabellos darüber aufladen. Die erste Generation bezieht Strom dagegen über den Lightning-Anschluss des jeweiligen Tablets – und lässt sich nicht ohne Zubehör daran anbringen. Dafür ist sie 36 Euro günstiger als der 135 Euro teure Apple Pencil 2. Ihr müsst euch aber ohnehin nicht für einen der Stifte entscheiden: Für jedes iPad kommt nur jeweils einer Apple Pencils infrage.

Das iPad mini mit dem Apple Pencil der ersten Generation(© 2019 Apple)

iPad Pro mit USB-C, aber ohne Klinke

iPad mini, iPad Air und iPad 9.7 (2018) besitzen allesamt einen Lightning- und Kopfhöreranschluss. Das iPad Pro ersetzt beides durch einen USB-C-Port. Das bedeutet unter anderem, dass ihr für kabelgebundene Kopfhörer einen Adapter benötigt. Dafür besitzt es als einziges Apple-Tablet vier Lautsprecher. Die Entsperrung erfolgt beim Pro-Modell über die Gesichtserkennung Face ID, bei den anderen Tablets über einen Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite. Hinsichtlich der Akkulaufzeit unterscheiden sich die Modelle kaum. Sie soll jeweils bei bis zu zehn Stunden liegen, wenn ihr die Geräte nicht zu sehr beansprucht.


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